HIN­TER­GRUND

Saarbruecker Zeitung - - THEMEN DES TAGES - dpa

Egon Bahr wur­de am 18. März 1922 im thü­rin­gi­schen Tref­furt an der Wer­ra ge­bo­ren. Die aus Schle­si­en stam­men­de Leh­r­er­fa­mi­lie zog 1928 zu­nächst nach Tor­gau und 1938 nach Berlin. Zu­vor war Bahrs Va­ter aus dem Schul­dienst ent­las­sen wor­den, weil er sich nicht von sei­ner Frau, de­ren Mut­ter Jü­din war, tren­nen woll­te. Nach­dem ihm die Na­zis die Stu­di­e­n­er­laub­nis ver­wei­ger­ten, be­gann er ei­ne Leh­re als In­dus­trie­kauf­mann. Nach Kriegs­en­de ar­bei­te­te Bahr in Berlin als Jour­na­list.

Sei­ne po­li­ti­sche Kar­rie­re be­ginnt, als ihn 1960 der da­ma­li­ge Ber­li­ner Re­gie­ren­de Bür­ger­meis­ter Brandt zum Se­nats­spre­cher macht. 1966 geht Bahr als Son­der­bot­schaf­ter ins Aus­wär­ti­ge Amt in Bonn, 1972 wird er Bun­des­mi­nis­ter für be­son­de­re Auf­ga­ben. Der größ­te Tief­schlag ist Brandts Rück­tritt nach der Ent­tar­nung des DDR-Spi­ons Gün­ter Guil­lau­me im Kanz­ler­amt 1974. Den­noch wird Bahr im Ju­li un­ter Nach­fol­ger Hel­mut Schmidt noch ein­mal Mi­nis­ter – für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit. 1976 schei­det er aus dem Ka­bi­nett aus.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.