Un­ter­wegs im Fel­sen­la­by­rinth

Über 300 Mil­lio­nen Jah­re al­te Stein­for­ma­tio­nen sind ei­ne At­trak­ti­on des Fich­tel­ge­bir­ges

Saarbruecker Zeitung - - REISE - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Katharina Rols­hau­sen

Das Fel­sen­la­by­rinth in Lui­sen­burg gilt als das größ­te sei­ner Art in Eu­ro­pa. Schluch­ten und Aus­sichts­punk­te lo­cken jähr­lich über 100 000 Be­su­cher. In den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten spiel­te im Fich­tel­ge­bir­ge die Por­zel­lan­her­stel­lung ei­ne be­deu­ten­de Rol­le. Dar­über kön­nen sich die Be­su­cher in der Stadt Selb in­for­mie­ren.

Lui­sen­burg. Es war En­de Ju­ni 1758, als Jo­hann Wolf­gang von Goe­the zu na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en nach Wun­sie­del im Fich­tel­ge­bir­ge reis­te. Sei­ne In­ter­es­sen gal­ten da­mals Me­teo­ro­lo­gie, Bo­ta­nik und Geo­lo­gie – ob­wohl er heu­te vor al­lem als Dich­ter be­kannt ist. Im Fel­sen­la­by­rinth Lux­burg, ei­nem be­ein­dru­cken­den Gra­nit­block­meer, zück­te er trotz star­ken Ge­wit­ter­re­gens sei­nen Zei­chen­block. Goe­thes Er­kennt­nis: Statt der bis­her an­ge­nom­me­nen Erd­be­ben und an­de­rer Na­tur­ge­wal­ten wa­ren es lang­sa­me na­tür­li­che Ver­wit­te­run­gen, die zu die­sem Na­tur­phä­no­men führ­ten. Dies be­kräf­tig­te er bei sei­nem zwei­ten Be­such 1820.

Heu­te ist das Fel­sen­la­by­rinth, das als größ­tes sei­ner Art in Eu­ro­pa gilt, ein Be­su­cher­ma­gnet. Tou­ris­ten stau­nen über die rie­si­gen, über 300 Mil­lio­nen Jah­re al­ten Gra­nitstein-For­ma­tio­nen, wan­dern durch die schma­len Schluch­ten und ge­nie­ßen das Pan­ora­ma von den Aus­sichts­punk­ten. Ein Rund­weg führt durch die bi­zar­re Fel­sen­land­schaft – ein mys­ti­scher Ort, der jähr­lich über 100 000 Be­su­cher nach Wun­sie­del lockt.

Die Stadt ist auch be­kannt als Aus­tra­gungs­ort der Lui­sen­burg-Fest­spie­le. Die­se Thea­ter­fest­spie­le im äl­tes­ten Frei­licht­thea­ter Deutsch­lands fin­den vor der Ku­lis­se des Fel­sen­la­by­rinths statt. 1665 wa­ren es Latein­schü­ler, die bei ih­rem Som­mer­fest selbst ver­fass­te Stü­cke auf­führ­ten. In die­sem Jahr ste­hen noch bis 30. Au­gust un­ter an­de­rem Sha­ke­speares „Ein Som­mer­nachts­traum“, das Mu­si­cal Ca­ba­ret so­wie die Ver­diOper „Ein Mas­ken­ball“auf dem Pro­gramm.

Wun­sie­del liegt im Zen­trum des Fich­tel­ge­bir­ges. Das Mit­tel­ge­bir­ge im Nord­os­ten Bay­erns ist ein Ur­laubs­ge­biet für die gan­ze Fa­mi­lie. Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, sich zu er­ho­len, im Som­mer et­wa beim Ba­den oder Rad­fah­ren, in der kal­ten Jah­res­zeit beim Win­ter­sport rund um den Och­sen­kopf.

Wer die Re­gi­on auf Schus­ters Rap­pen ent­de­cken möch­te, fin­det ein 4300 Ki­lo­me­ter lan­ges Wan­der­we­ge­netz. Die Tou­ren füh­ren zum Bei­spiel über ei­ne ehe­ma­li­ge Ab­raum­hal­de ei­nes frü­he­ren Ei­sen- und Alaun­berg­werks in Bad Ber­neck oder zur ehe­ma­li­gen Gold­mi­ne von Gold­kro­nach.

Be­liebt ist der Hum­boldtweg. Der Uni­ver­sal­ge­lehr­te Alex­an­der von Hum­boldt hielt sich von 1792 bis 1795 in der Re­gi­on auf, um den Berg­bau auf Vor­der­mann zu brin­gen. In Arz­berg ver­bin­det ein Rund­wan­der­weg die Sta­tio­nen sei­ner Tä­tig­keit. Er führt zum al­ten Ze­chen­haus, dem frü­he­ren Wohn­haus und zum ehe­ma­li­gen Stol­len Sil­ber­quell. Nicht nur hier wird deut­lich, wie wich­tig einst der Berg­bau im Fich­tel­ge­bir­ge war. Heu­te er­in­nern Schaubergwerke und Mu­se­en an die­se Zeit.

Seit je­her spielt im Fich­tel­ge­bir­ge auch die Por­zel­lan­her­stel­lung ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Die Stadt Selb gilt als Zen­trum der deut­schen Por­zel­lan­in­dus­trie. Ei­ne still­ge­leg­te Fa­b­rik be­her­bergt heu­te das so­ge­nann­te Por­zel­la­ni­kon. Es be­steht aus drei Mu­se­en in Selb so­wie ei­nem in Ho­hen­berg an der Eger und bil­det mit 10 000 Qua­drat­me­tern Flä­che das größ­te Spe­zi­al­mu­se­um für Por­zel­lan in Eu­ro­pa.

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Die Rei­se nach Feh­marn hat Al­f­red Pitzius aus Saar­brü­cken ge­won­nen.

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FO­TOS: TZ FICH­TEL­GE­BIR­GE / A. HUB

Be­su­cher des Fel­sen­la­by­rinths in Lui­sen­burg kön­nen zwi­schen Gra­nitstein-For­ma­tio­nen wan­dern, die über 300 Mil­lio­nen Jah­re alt sind.

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