Bit­te mehr Trans­pa­renz

Saarbruecker Zeitung - - ZEITUNG FÜR SAARBRÜCKEN - Von SZ-Re­dak­teur Mar­kus Sa­ef­tel

Bür­ger­meis­ter Ralf Latz zieht auch die Dau­men­schrau­ben bei den städ­ti­schen Ei­gen­be­trie­ben an. Sie müs­sen wie die Haupt­ver­wal­tung spa­ren, um den Haus­halt zu ent­las­ten. Da­bei will Latz die Ei­gen­be­trie­be aber nicht grund­sätz­lich in­fra­ge stel­len. Das über­rascht. Denn ein gro­ßer Vor­teil ist weg­ge­fal­len: Bis­her ge­neh­mig­te die Lan­des­re­gie­rung ih­nen leich­ter Kre­di­te als der Ver­wal­tung. Das ist nun vor­bei. Latz will die Ei­gen­be­trie­be trotz­dem nicht in die Kern­ver­wal­tung zu­rück­ho­len. Die Stadt spa­re da­durch nichts. Al­ler­dings wä­re mehr Trans­pa­renz nö­tig. Die Wirt­schafts­plä- ne von Ge­bäu­de­ma­nage­ment­be­trieb oder Zoo wer­den zwar vom Stadt­rat ver­ab­schie­det – aber nur durch­ge­wun­ken. Die Öf­fent­lich­keit be­kommt nicht viel da­von mit.

Aber viel­leicht ist das ja gera­de Sinn der Sa­che. Ent­schei­dun­gen wer­den im klei­nen Kreis ge­fällt, weil sie nur durch ei­nen Werks­aus­schuss müs­sen statt durch meh­re­re Stadt­rats­gre­mi­en. Das ist un­be­frie­di­gend, wenn es um die de­mo­kra­ti­sche Kon­trol­le geht. Da­bei muss man aber un­ter­schei­den: Der ge­büh­ren­fi­nan­zier­te Ent­sor­gungs­be­trieb ZKE wird si­cher so blei­ben wie er ist. Aber ob ein Ju­gend­hil­fe­zen­trum für im­mer ein Ei­gen­be­trieb sein muss, steht auf ei­nem ganz an­de­ren Blatt.

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