Le­ser-Re­por­te­rin klagt über War­te­zei­ten bei der Po­li­zei

Saarbruecker Zeitung - - ESPOLITIK / REGION -

Zwei Mal hat ei­ne SZ-Le­se­rin Vor­fäl­le bei der Po­li­zei ge­mel­det. Die­sen konn­ten die Be­am­ten nicht nach­ge­hen, weil zu die­ser Zeit kein Di­enst­wa­gen zur Ver­fü­gung ge­stan­den ha­be.

Saar­lou­is. Kürz­lich hat die SZ über fal­sche Spen­den-Samm­ler be­rich­tet, die die Po­li­zei in Blies­kas­tel ge­fasst hat. Liz Nie­der­mei­er aus Saar­lou­is glaubt, die Be­trü­ger be­reits vor ei­ni­gen Wo­chen in Bous ge­se­hen zu ha­ben. Da­mals ha­be sie zu­nächst die Po­li­zei in Saar­lou­is an­ge­ru­fen, be­rich­tet die SZ-Le­se­rin. Dort sei sie mehr­fach ver­bun­den wur­den, doch kei­ner ha­be sich zu­stän­dig ge­fühlt. Schließ­lich sei sie an die Di­enst­stel­le Bous ver­wie­sen wor­den. Doch dort sei ihr ge­sagt wor­den, dass man lei­der kei­nen frei­en Strei­fen­wa­gen zur Ver­fü­gung ha­be, der der Sa­che nach­ge­hen kön­ne.

Dies sei nicht der ers­te Vor­fall die­ser Art ge­we­sen, sagt Nie­der­mei­er. Schon mehr­mals hät­ten Ju­gend­li­che hin­ter der Kir­che ih­res Wohn­or­tes laut­stark ge­fei­ert. Doch so­wohl ih­ren als auch den Bit­ten von Ge­mein­de-Ver­tre­tern, das Ge­la­ge zu be­en­den, sei­en die Be­am­ten nicht nach­ge­gan­gen, weil ih­nen an­geb­lich kein Di­enst­wa­gen zur Ver­fü­gung ge­stan­den ha­be. „Sie kön­nen ja nichts da­für, dass sie zu we­nig Per­so­nal ha­ben“, ist sich die SZ-Le­se­rin be­wusst. Doch die­se Si­tua­tio­nen sorg­ten da­für sor­gen, dass sie und ih­re Mit­bür­ger sich nicht mehr si­cher fühl­ten.

„Die saar­län­di­sche Po­li­zei ist per­so­nell so­wie tech­nisch so aus­ge­stat­tet und so or­ga­ni­siert, dass sie nach wie vor ih­re Auf­ga­ben zur Ge­fah­ren­ab­wehr und Straf­ver­fol­gung pro­fes­sio­nell er­fül­len kann“, ent­geg­net Ka­trin Tho­mas, Spre­che­rin des In­nen­mi­nis­te­ri­ums. Die Be­am­ten be­gä­ben sich nach ei­ner Alar­mie­rung un­ver­züg­lich zum Ein­satz­ort. Den­noch sei­en Si­tua­tio­nen denk­bar, in de­nen Bür­ger­An­lie­gen von ei­ner Di­enst­stel­le nicht gleich­zei­tig be­ar­bei­tet wer­den könn­ten und es so in Ein­zel­fäl­len zu un­ver­meid­ba­ren War­te­zei­ten kom­men kön­ne, ge­steht Tho­mas ein. Die ein­ge­hen­den Mel­dun­gen wür­den dann nach ih­rer Dring­lich­keit ein­ge­stuft und ab­ge­ar­bei­tet. „Er­ge­ben sich wäh­rend des War­tens Um­stän­de, die ein so­for­ti­ges Er­schei­nen von Ein­satz­kräf­ten er­for­dern, kön­nen sich die Be­trof­fe­nen je­der­zeit er­neut an die Po­li­zei wen­den und die ge­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen schil­dern“, sagt die Spre­che­rin. Der Sach­ver­halt wer­de dann neu be­wer­tet. mv

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