Ein Hoch auf Kat­zen­vi­de­os

SZ-Re­dak­ti­ons­mit­glied Ro­bert Schmidt ge­steht, dass er ger­ne Kat­zen­film­chen im In­ter­net schaut. Da­bei kann man näm­lich so­gar et­was ler­nen.

Saarbruecker Zeitung - - ZEITUNG FÜR SAARBRÜCKEN -

Es ist noch nicht so lan­ge her, da ha­be ich mich über Leu­te lus­tig ge­macht, die sich Kat­zen­fil­me im In­ter­net an­se­hen. „Pein­lich“sei das und „kin­disch“. Seit­dem ein Stu­ben­ti­ger durch mei­ne Woh­nung schar­wen­zelt, ha­be ich mei­ne Mei­nung ge­än­dert. Ich geb’s zu. Auch ich se­he mir nun Kat­zen­vi­de­os im In­ter­net an. Und ich ha­be auch noch Spaß da­bei. Ken­nen Sie bei­spiels­wei­se „Si­mon’s Cat“? Das ist ei­ne ani­mier­te Kat­ze, die ih­ren Hal­ter, den Co­mic­zeich­ner Si­mon, re­gel­mä­ßig an den Rand des Wahn­sinns treibt. Mal stößt die Co­mic-Kat­ze ei­ne Va­se um, mal zer­kratzt sie das So­fa, mal räumt sie ei­nen gan­zen Weih­nachts­baum ab. Auch die Auf­nah­men ech­ter Kat­zen fin­de ich un­ter­halt­sam. Die Band­brei­te reicht von der be­rühm­ten „Grum­py Cat“, der grim­mi­gen Kat­ze, bis zu schein­bar ge­schul­ten Kat­zen­kampf­ma­schi­nen. Neu­lich ha­be ich „Pa­ro­le de chat“für mich ent­deckt. Mit mehr als 100 Mil­lio­nen Vi­deo­auf­ru­fen ist der Ka­nal in Frank­reich seit Jah­ren der Ren­ner. Das Prin­zip ist ein­fach: Ge­film­ten Kat­zen wer­den Wor­te in den Mund ge­legt. Da wer­den die Tie­re wahl­wei­se zu Me­cker-Al­ten, Ro­me­os oder Tän­zern. Die Idee da­hin­ter ist gut. Auf ein­mal scheint es, als wür­de man das sonst oft rät­sel­haf­te Ver­hal­ten die­ser flau­schi­gen We­sen zu­min­dest an­satz­wei­se be­grei­fen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.