Vie­le Stra­ßen­brü­cken im Saar­land sind bau­fäl­lig

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53 Stra­ßen­brü­cken des Bun­des, die ei­nem gu­ten Vier­tel der ge­sam­ten Brü­cken­flä­che im Saar­land ent­spre­chen, müss­ten drin­gend sa­niert wer­den. Der Grü­nen-Po­li­ti­ker Mar­kus Tres­sel for­dert ein In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm des Bun­des.

Saar­brü­cken/Berlin. Der Zu­stand der Brü­cken von Bun­des­stra­ßen und Au­to­bah­nen im Saar­land hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­schlech­tert. Das geht aus der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne par­la­men­ta­ri­sche An­fra­ge des Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­kus Tres­sel her­vor. Dem­nach sind 8,5 Pro­zent al­ler Stra­ßen­brü­cken im Saar­land, die zum Stra­ßen­netz des Bun­des ge­hö­ren, in ei­nem „nicht aus­rei­chen­den“oder gar ei­nem „un­ge­nü­gen­den“Zu­stand. Zehn Jah­re zu­vor wa­ren es nur 3,4 Pro­zent. Der Zu­stand von 43 Brü­cken (6,9 Pro­zent) wird vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um als „nicht aus­rei­chend“ein­ge­stuft. Dies be­deu­te je­doch nicht zwangs­läu­fig ei­ne Nut­zungs­ein­schrän­kung, son­dern sei ein In­di­ka­tor da­für, dass in nä­he­rer Zu­kunft ei­ne In­stand­set­zung ge­plant wer­den müs­se, teil­te das Mi­nis­te­ri­um in der Ant­wort auf die An­fra­ge mit. Zehn Brü­cken (1,6 Pro­zent) sind in „un­ge­nü­gen­dem“Zu­stand. Dies be­deu­tet, „die Stand­si­cher­heit und/oder Ver­kehrs­si­cher­heit sind er­heb­lich be­ein­träch­tigt oder nicht mehr ge­ge­ben“.

Die 53 Brü­cken in kri­ti­schem Zu­stand ent­spre­chen zu­sam­men 27,4 Pro­zent der ge­sam­ten Brü­cken­flä­che des Bun­des im Saar­land – was da­für spricht, dass vor al­lem gro­ße Bau­wer­ke be­trof­fen sind. Zehn Jah­re zu­vor wa­ren nur 5,4 Pro­zent der Flä­che be­trof­fen. Die be­son­ders ma­ro­den Brü­cken lie­gen in Ro­den, Völk­lin­gen, Saar­brü­cken, Dir­min­gen, Sot­zwei­ler und St. Wen­del.

Tres­sel for­der­te „ein aus­rei­chen­des Son­der­pro­gramm“des Bun­des zum Er­halt der In­fra­struk­tur im Saar­land und in an­de­ren be­trof­fe­nen Bun­des­län­dern. „Ich er­war­te, dass die Lan­des­re­gie­rung sich bei ih­ren Par­tei­freun­den in Berlin da­für stark macht“, so Tres­sel. An­ge­sichts spru­deln­der Steu­er­rein­nah­men müs­se der Er­halt der In­fra­struk­tur ei­ne hö­he­re Prio­ri­tät be­kom­men. Das schaf­fe Ar­beits­plät­ze und er­hal­te Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Der Zu­stand der In­fra­struk­tur sei auch ein In­di­ka­tor für die Leis­tungs­fä­hig­keit ei­nes Wirt­schafts­stand­or­tes.

Mar­kus Tres­sel

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