Form­voll­ende­ter Nach­fol­ger

„Con­tra­dic­tions“von Paul Smith – Der Front­man von Ma­xi­mo Park lie­fert per­fek­ten Pop für den Herbst

Saarbruecker Zeitung - - MUSIK -

Mit Ma­xi­mo Park mischt Paul Smith die Pop-Welt ja re­gel­mä­ßig und sehr zu un­se­rem Ver­gnü­gen auf. Dass in ihm auch ei­ne fra­gi­le­re, nach­denk­li­che­re Sei­te schlum­mert, de­mons­trie­ren ein­drucks­voll die­se, in vier Jah­ren ge­mäch­lich her­aus ge­ar­bei­te­ten Songs. Hat­te man das So­lo-De­büt „Marg­ins“noch als be­frei­en­den Aus­bruch aus dem Ban­dKor­sett wahr­ge­nom­men, klingt „Con­tra­dic­tions“(Bil­ling­ham Re­cor­ds/PIAS) nun ab­so­lut form­voll­endet. Die Gi­tar­ren schram­meln, schwir­ren oder schwe­ben wahl­wei­se, das Schlag­zeug ver­mag genau so ef­fek­tiv zu trei­ben wie auch zu dros­seln, der Bass be­tont das je­wei­li­ge Tem­pe­ra­ment und die Me­lo­di­en zwin­gen den Hö­rer förm­lich in die Knie – so un­wi­der­steh­lich sind sie. Und dass der Mann ei­ne äu­ßerst cha­ris­ma­ti­sche, zwi­schen Eu­pho­rie und Me­lan­cho­lie ge­nüss­lich chan­gie­ren­de Stim­me sein Ei­gen nennt, weiß man ja seit dem ers­ten Auf­tritt der Stamm-Band vor zehn Jah­ren

An­spiel­tipps? Auf je­den Fall die so ge­schmei­di­ge wie tief­grün­di­ge Er­öff­nung „The Deep End“mit sei­ner un­fass­bar per­len­den Go-Bet­weens- Gi­tar­re, das köst­lich raf­fi­nier­te „Rein­tro­du­cing The Red Ki­te“und das enorm viel­schich­ti­ge und doch je­der­zeit song­dien­lich schwel­gen­de „Co­ney Is­land (4th of Ju­ly)“. „Co­ney Is­land is a ter­ri­b­le ro­man­tic place“sagt Smith. Deu­tet er da­mit sei­ne Haupt­in­spi­ra­ti­on an? Wird er mit die­sem Werk auch al­le Ma­xi­mo Park-Fans be­zir­zen? Ist das schon der per­fek­te Herbst-Pop? alh

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