Im Auf­stei­ger­land stimmt ei­ni­ges nicht

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT -

Zum Ar­ti­kel „Ein­kom­men im Saar­land nied­ri­ger als im Bund“(SZ-Aus­ga­be vom 20. Au­gust)

Die Stu­die der Ar­beits­kam­mer macht mal wie­der mehr als deut­lich, dass in un­se­rem Auf­stei­ger­land ei­ni­ges nicht stimmt. Die Schwer­punk­te wer­den ein­fach falsch ge­setzt. Un­ter­neh­me­risch und po­li­tisch. Die Ein­kom­men sind nied­ri­ger als im Bund. Auch die Rent­ner ge­hö­ren da­her zu den Leid­tra­gen­den. In Ran­king­lis­ten kann man das Saar­land aber auch im obe­ren Ta­bel­len­drit­tel: Et­wa bei Ben­zin­prei­sen, Park- und Stu­di­en­ge­büh­ren. Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich geht im­mer wei­ter aus­ein­an­der. Auf der an­de­ren Sei­te wer­den vom Rech­nungs­hof im­mer wie­der Steu­er­ver­schwen­dun­gen be­män­gelt. Kri­tik­punk­te wie Mu­se­ums­pa­vil­lon, Lus­t­rei­sen und Ver­sor­gungs­pos­ten pral­len an den hoch be­zahl­ten Volks­ver­tre­tern aber im­mer wie­der ab. Die „Diä­ten“der Ab­ge­ord­ne­ten ste­hen im Bun­des­schnitt üb­ri­gens auch im obe­ren Ta­bel­len­drit­tel. Jörg Dam­mann, St­ein­bach

Sehr ge­ehr­ter Herr Dam­mann,

es gibt si­cher ei­ni­ges, was in un­se­rem Land kri­tik­wür­dig ist. Die Stich­wor­te ha­ben Sie ja ge­nannt. Den­noch se­he ich das Glas eher halb­voll als halb­leer. Die nied­ri­ge­ren Ein­kom­men im Saar­land ha­ben viel mit Sta­tis­tik zu tun. Da es im Saar­land kaum Kon­zern­zen­tra­len und nur we­ni­ge gro­ße For­schungs­ein­rich­tun­gen gibt, bleibt es nicht aus, dass die Lohn­sum­me ge­rin­ger ist als in an­de­ren Re­gio­nen. Wenn Sie je­doch die Le­bens­hal­tungs­kos­ten in Bal­lungs­räu­men wie Stutt­gart oder München mit de­nen im Saar­land ver­glei­chen, er­gibt sich wie­der ein an­de­res Bild. Im Ar­men­haus le­ben wir ge­wiss nicht. Ihr Lothar War­scheid

Ste­fan Kie­fer, Heus­wei­ler

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