Stadt will wohl Vor­tei­le aus Kunst zie­hen Un­fai­rer An­griff auf Ge­nos­sen­schaf­ten

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT -

Zum Le­ser­brief „Freie Bür­ger dür­fen nicht ge­gän­gelt wer­den“von Franz Brück (24. Au­gust)

Herr Franz Brück hat mei­ne vol­le Zu­stim­mung: Ei­ne Gän­ge­lei durch Aus­wei­sung von er­laub­ten und von Sperr­be­zir­ken ist un­er­träg­lich. Mir er­scheint das ge­plan­te Vor­ge­hen eher als Mög­lich­keit der Stadt, fi­nan­zi­el­le Vor­tei­le aus der Stra­ßen­mu­sik zu schla­gen. Die Re­ak­ti­on von Herrn Schleu­ning, in das Horn der Stadt zu sto­ßen, be­frem­det mich eher. Ein Är­ger­nis sind Bett­ler, dem stim­me ich zu. Wird es bald auch Li­zen­zen zum Bet­teln ge­ben? Und wer be­kommt die Stra­ßen­mu­sik-Li­zenz? Wer zu­erst kommt oder wer „gu­te“Mu­sik macht? Es wird nicht bes­ser, nur kom­pli­zier­ter. Viel­leicht ha­ben wir bald nur noch schlech­te Stra­ßen­mu­sik gut or­ga­ni­sier­ter Bett­ler.

Zum SZ-Ar­ti­kel „Ein Ener­gie­rie­se häu­tet sich“(Aus­ga­be vom 11. Au­gust) und zu Le­ser­brie­fen

Von ei­nem Jour­na­lis­ten soll­te man ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Be­richt­er­stat­tung und erst recht ei­nen ver­tret­ba­ren Ton in ei­nem Kom­men­tar er­war­ten. Mit der Be­schrei­bung „blau­äu­gig di­let­tie­ren­de Bür­ger­ge­nos­sen­schaf­ten“hat sich Lothar War­scheid nicht nur im Ton ver­grif­fen, son­dern Vor­stän­de, Auf­sichts­rä­te und Mit­glie­der der Ge­nos­sen­schaf­ten be­lei­digt. Hier­für soll­te er sich ent­schul­di­gen! In an­de­ren Tex­ten plä­diert er da­für, die Ener­gie­wen­de den Strom-Kon­zer­nen zu über­las­sen. Da­bei scheint ihm die RWE-Wer­be­kam­pa­gne für die Bür­ger-So­lar­an­la­ge plus Bat­te­rie­spei­cher ent­gan­gen zu sein. Auch RWE be­für­wor­tet al­so die de­zen­tra­le Ener­gie- Ge­win­nung!

Alex­an­der Tomm, Saar­brü­cken

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