Re­den ist Gold

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT - Von SZ-Re­dak­teur Joa­chim Woll­schlä­ger

In PR-Se­mi­na­ren ist es ei­ne Grund­re­gel: In der Kri­se darf die Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht ab­bre­chen. Genau das al­ler­dings pas­siert jetzt bei der Hydac. Kaum sind die letz­ten Glut­nes­ter ge­löscht, macht das Un­ter­neh­men dicht und hört auf zu kom­mu­ni­zie­ren. Ein Feh­ler. Denn nicht nur die Mit­ar­bei­ter sind ver­un­si­chert, son­dern auch An­woh­ner, Part­ner­fir­men, Freun­de und Ver- wand­te. Wie geht es wei­ter? Ein „Wir wis­sen es noch nicht“, ist al­le­mal bes­ser als „Kein Kom­men­tar“. Und dann der Kom­mu­ni­ka­ti­ons- GAU. Das Un­ter­neh­men ga­ran­tiert al­le Ar­beits­plät­ze – um dann die Leih­ar­bei­ter ab­zu­mel­den. Das hät­te schon Mitt­woch of­fen ge­sagt wer­den müs­sen. Wenn Hydac nicht ganz schnell ei­ne Kehrt­wen­de bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on macht, gibt es ne­ben dem Brand­Scha­den auch noch ei­nen schlim­men Image-Scha­den.

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