Kom­mu­nen blei­ben im Ki­ta-Streit kom­pro­miss­los

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK -

München. Die stei­gen­den Aus­ga­ben für Asyl­be­wer­ber ver­schär­fen den Streit um ei­ne bes­se­re Be­zah­lung von Ki­ta-Be­schäf­tig­ten. Die Kom­mu­nen wür­den den Ge­werk­schaf­ten „schon we­gen der gro­ßen Flücht­lings­be­las­tung kei­ne Zu­ge­ständ­nis­se ma­chen“, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Städ­te- und Ge­mein­de­bunds, Gerd Lands­berg, dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Fo­cus“. „Auch Streiks wer­den wir nicht auf­fan­gen kön­nen.“Das wer­de die El­tern fi­nan­zi­ell voll tref­fen. „Ich ap­pel­lie­re an die Ge­werk­schaf­ten, den Zu­sam­men­hang zwi­schen der an­ge­spann­ten Fi­nanz­la­ge der Kom­mu­nen, un­ter an­de­rem durch die ho­hen Kos­ten für die Flücht­lin­ge, und un­rea­lis­ti­schen Ge­halts­for­de­run­gen der Ki­ta-Be­schäf­tig­ten zu er­ken­nen und ein­zu­len­ken.“Städ­te­tags­prä­si­den­tin Eva Loh­se er­klär­te im „Fo­cus“, schon nach dem Er­geb­nis der letzt­lich ge­schei­ter­ten Sch­lich­tung – zwei bis 4,5 Pro­zent mehr Ge­halt – kä­men er­heb­li­che Be­las­tun­gen auf die Haus­hal­te der Kom­mu­nen zu. Die Ge­werk­schafts­ver­tre­ter hat­ten die Sch­lich­ter­emp­feh­lung zu­nächst ak­zep­tiert, ih­re Ba­sis hat­te den Vor­schlag dann aber ab­ge­lehnt. Ei­ne neue Ver­hand­lungs­run­de war An­fang Au­gust oh­ne Er­geb­nis ge­blie­ben. Gibt es kei­ne Ei­ni­gung, dro­hen ab Ok­to­ber neue Streiks. dpa

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