Man­che set­zen Duft­mar­ken

SZ-Re­dak­teu­rin Marg­ret Schmitz hält sich von ei­ni­gen Leu­ten lie­ber fern.

Saarbruecker Zeitung - - ZEITUNG FÜR SAARBRÜCKEN -

Manch­mal liegt was in der Luft, ein ganz be­sond­rer Duft, wie es in ei­nem al­ten Lied heißt. Und wirk­lich, da weht mir ein Ge­ruch um die Na­se. Ro­sen oder La­ven­del duf­ten, wenn auch nur ein zar­ter Wind­hauch über die Blü­ten weht – ei­ne wah­re Won­ne. Al­ler­dings weht der glei­che Wind­hauch auch über Ta­ge­tes oder Stu­den­ten­rös­chen, de­ren Ge­ruch mei­ner Na­se stinkt.

Und auch Men­schen set­zen ih­re Duft­mar­ken – mal mehr, mal we­ni­ger er­freu­lich. Da­bei mei­ne ich noch nicht mal den säu­er­lich-muf­fi­gen Mief – ger­ne noch mit kal­tem Zi­ga­ret­ten­qualm über­tüncht – von un­ge­wa­sche­nen Klei­dern oder die fie­sen Aus­düns­tun­gen von Schweiß­fü­ßen. Nein, manch­mal sto­ßen mir auch die Düf­te von Men­schen übel auf, die ich über­haupt nicht ken­ne und ge­gen die ei­gent­lich auch nichts ein­zu­wen­den wä­re, wä­ren da nicht ir­gend­wel­che tief im Un­ter­be­wuss­ten ver­gra­be­ne Er­in­ne­run­gen. Hat nicht die­ser un­sym­pa­thi­sche Nach­bar eben­die­ses Ra­sier­was­ser be­nutzt? Und die ner­vi­ge Tan­te die­ses ganz spe­zi­el­le Duft­wäs­ser­chen? Je­den­falls ha­ben Leu­te, die die­se Ge­rü­che an sich ha­ben, bei mir schlech­te Kar­ten: Auch wenn ich sie nicht ken­ne – ich ge­he ih­nen lie­ber aus dem Weg.

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