Was sich hin­ter der fle­xi­blen Pau­se wirk­lich ver­birgt

GLOSSE

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT - VON PIA ROLFS

Ar­beit­neh­mer ha­ben doch im­mer et­was zu nör­geln. Nicht nur an ih­rer Tä­tig­keit selbst, son­dern so­gar an ih­ren Pau­sen. So be­klagt rund die Hälf­te in ei­ner On­line-Um­fra­ge, dass sie sich da­bei nicht rich­tig er­ho­len. Als ob das so ge­dacht wä­re! Schließ­lich wer­den die Pau­sen zum Mit­tag­es­sen und zum Plausch mit den Kol­le­gen ge­nutzt, das be­deu­tet für Ma­gen und See­le Stress pur! Denn al­lein das Kan­ti­nen-Mul­ti­tas­king von Her­un­ter­schlin­gen, Läs­tern und Luft­ho­len über­for­dert zar­te Ge­mü­ter. Kein Wun­der al­so, dass man­che ih­re Pau­se so­gar ver­kür­zen möch­ten. Reicht doch die Zeit bis zum Fei­er­abend sonst gar nicht, um sich bei der Ar­beit von der Mit­tags­pau­se zu er­ho­len. Be­für­wor­ten wür­den Ar­beit­neh­mer da­ge­gen die so­ge­nann­te fle­xi­ble Pau­se. Was das be­deu­tet? Man­che ha­ben da schon ei­nen viel­ver­spre­chen­den An­satz: Denn sie ma­chen ganz fle­xi­bel Pau­se – im­mer dann, wenn der Chef den Raum ver­lässt. Ge­ni­al.

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