Das kann nicht gut­ge­hen

KOM­MEN­TAR

Saarbruecker Zeitung - - LANDESPOLITIK -

Es ist seit vie­len Jah­ren ein Trau­er­spiel: Städ­te und Ge­mein­den müs­sen sich ver­schul­den, Steu­ern er­hö­hen und Bä­der schlie­ßen, um je­ne So­zi­al­leis­tun­gen zu fi­nan­zie­ren, die der Bund mit sei­ner Po­li­tik ver­ur­sacht hat. Zum Bei­spiel durch ei­ne Ren­ten­po­li­tik, die zu mehr Al­ters­ar­mut führt, oder durch die groß­her­zi­ge Auf­nah­me hun­dert­tau­sen­der Flücht­lin­ge. Dass der Bund die­se So­zi­al­aus­ga­ben auf die un­ters­te und schwächs­te Ebe­ne des Staa­tes ab­wälzt, kann nicht funk­tio­nie­ren, es ist völ­lig un­mög­lich. Aber au­ßer­halb der Rat­häu­ser in­ter­es­siert das kaum je­man­den. Vor gut zwei Jah­ren de­mons­trier­ten die Bür­ger­meis­ter vor dem Land­tag ge­gen den Griff des Lan­des in die kom­mu­na­len Kas­sen. Wo bleibt der Auf­stand ge­gen den Bund?

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