On­line-Kauf auf Rech­nung sorgt oft für Är­ger

Saarbruecker Zeitung - - INTERNET -

DÜS­SEL­DORF (lec) On­line-Ver­sand­händ­ler be­auf­tra­gen im­mer öf­ter ex­ter­ne Fir­men, um Zah­lun­gen per Rech­nung ab­zu­wi­ckeln. Das be­deu­tet für die Kun­den oft un­nö­ti­ge Um­stän­de, Un­si­cher­heit und Kos­ten, so die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len.

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le be­rich­tet von zahl­rei­chen Be­schwer­den über so­ge­nann­te Pay­men­tDi­enst­leis­ter. Die Pay­ment-Fir­men über­neh­men die Bo­ni­täts­prü­fung der Kun­den, wi­ckeln die Zah­lung und das Mahn­we­sen ab, wäh­rend die Händ­ler für Ver­sand und Re­tou­ren, Re­kla­ma­tio­nen und Ge­währ­leis­tung zu­stän­dig blei­ben. Mehr als ein Dut­zend sol­cher Fir­men sind laut VZ NRW auf dem Markt. Und je­der Hel­fer ha­be ei­ge­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen.

In ei­ner Stich­pro­be ha­ben die Ver­brau­cher­schüt­zer 30 On­li­ne­Shops und sechs Zah­lungs­ab­wick­ler un­ter die Lu­pe ge­nom­men, dar­un­ter den Bran­chen­pri­mus Klar­na, Bill­pay, Bill­safe, Payo­lu­ti­on, Rate­pay und Pay­Pal Plus.

Die Un­ter­schie­de von Di­enst­leis­ter zu Di­enst­leis­ter sei­en er­heb­lich, et­wa bei den Zah­lungs­fris­ten. Wäh­rend Klar­na die in der Re­gel mit 14 Ta­gen vor­ge­be, sei­en sie beim Gros der Kon­kur­renz mit dem Händ­ler ab­ge­stimmt. Von Shop zu Shop führ­te das laut Ver­brau­cher­zen­tra­le zu Vor­ga­ben von „so­fort“bis zu „30 Ta­gen“.

Noch ver­wir­ren­der: Mal soll­te die Frist „nach Er­halt der Wa­re“be­gin­nen, in an­de­ren Shops schon „nach Ver­sand“. „Ab Rech­nungs­da­tum“hieß es wie­der­um bei den be­such­ten Klar­na-Shops.

Auf un­ter­schied­li­chen We­gen kam da­bei die Rech­nung selbst. Mög­lich wa­ren E-Mail, Post oder zu­sam­men mit der Wa­re. Je nach Ver­san­dart lie­gen in der Re­gel meh­re­re Ta­ge da­zwi­schen. Zu Pro­ble­men kön­ne das füh­ren, wenn sich nach ei­ner Be­stel­lung die Lie­fe­rung ver­zö­gert oder wenn ein Teil der Be­stel­lung zu­rück­ge­sandt wird, so die Ver­brau­cher­zen­tra­le.

Bei­spiel Klar­na: Als Kos­ten­fal­le ent­pupp­te sich hier das Händ­lerVer­spre­chen „erst die Wa­re, dann wird be­zahlt“. Schließ­lich soll­te auch bei ver­spä­te­ter Wa­re ei­ne Rech­nung („di­rekt von Klar­na“) ein­tref­fen. Wer dar­auf nicht re­agier­te, er­hielt – selbst oh­ne Wa­re – ei­ne kos­ten­pflich­ti­ge Mah­nung, so die Ver­brau­cher­zen­tra­le.

Die Ver­brau­cher­schüt­zer kri­ti­sie­ren auch man­geln­de Trans­pa­renz bei den Mahn­kos­ten. Hö­he und Staf­fe­lung der Kos­ten sei­en sehr un­ter­schied­lich und kaum nach­voll­zieh­bar. Wer Hil­fe bei der Prü­fung von Mahn-Kos­ten braucht, kön­ne sich an die ört­li­che Ver­brau­cher­zen­tra­le wen­den.

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