Ei­ne Sport­bril­le muss nicht nur cool aus­se­hen

Saarbruecker Zeitung - - WOHLFÜHLEN - VON JU­LIA NAUE

BER­LIN (dpa) Sport­bril­len sind ei­ne wich­ti­ge Hil­fe. Sie schüt­zen die Au­gen und sol­len für gu­tes Se­hen zum Bei­spiel auf Pis­ten und Stra­ßen sor­gen. „Des­halb müs­sen sie im Ge­gen­satz zu an­de­ren Bril­len bruch­si­cher, schlag­fest und je nach Ein­satz hit­ze- oder käl­te­be­stän­dig sein“, sagt Kers­tin Kru­sch­in­ski vom Ku­ra­to­ri­um Gu­tes Se­hen in Ber­lin. Doch wor­auf soll­ten Sport­ler bei ih­rer Bril­le sonst noch ach­ten?

UV-Schutz: Wie ei­ne Son­nen­bril­le soll­te auch ei­ne Sport­bril­le ei­nen Schutz vor UV-Strah­lung bie­ten. Denn ul­tra­vio­let­tes Licht kann die Au­gen dau­er­haft schä­di­gen. Die­ser Schutz ist be­son­ders wich­tig bei Out­door-Sport­ar­ten. Die Kenn­zeich­nung UV 400 gibt an, dass Licht mit Wel­len­län­gen von we­ni­ger als 400 Na­no­me­tern ab­sor­biert wird. Die Tö­nung der Bril­len­glä­ser hin­ge­gen sagt nichts über den UV-Schutz aus. Blend­schutz: Es wird zwi­schen fünf Tö­nungs­stu­fen be­zie­hungs­wei­se Blend­schutz­ka­te­go­ri­en un­ter­schie­den. Je hö­her die Tö­nungs­stu­fe, des­to mehr schützt das Glas vor Blen­dun­gen. Vier ist die höchs­te Ka­te­go­rie, null die nied­rigs­te. Auf Glet­schern zum Bei­spiel brau­chen Sport­ler Stu­fe vier. Beim Beach­vol­ley­ball oder Boots­sport rät Kru­sch­in­ski zu Stu­fe drei. Rad­renn­fah­rer brau­chen zwei und Jog­ger eins bis zwei. Re­flek­tie­ren­des Licht kann beim Sport zu Un­fäl­len füh­ren.

Far­be der Tö­nung: Auch die Far­be der Tö­nung spielt ei­ne Rol­le. Rot und Oran­ge sind kon­trast­stei­gernd, er­klärt Kru­sch­in­ski. Sie eig­nen sich bei Sport­ar­ten mit wech­seln­den Licht­ver­hält­nis­sen wie Ski­fah­ren oder Golf. Grau sorgt hin­ge­gen für na­tür­li­ches Se­hen und ist zum Rad­fah­ren im Stra­ßen­ver­kehr ide­al. Braun eig­net sich für fast al­le Sport­ar­ten bei Son­nen­schein und bie­tet sehr ho­he Farb­treue. Kor­rek­ti­ons­glä­ser: Bei In­doo­ro­der be­we­gungs­in­ten­si­ven Sport­ar­ten wie Fuß­ball rät Kers­tin Kru­sch­in­ski zum Ein­satz von Kon­takt­lin­sen. De­ren Vor­teil ist, dass das Sicht­feld nicht ein­ge­schränkt ist und nichts ver­zerrt wird. Ei­ne Bril­le kann hin­ge­gen ver­rut­schen. Wer ei­ne Sport­bril­le mit Seh­stär­ke nut­zen möch­te, soll­te sich auf je­den Fall vom Op­ti­ker be­ra­ten las­sen. Ein­stär­ken- oder Gleit­sicht­glä­ser gibt es näm­lich in der Re­gel nur zwi­schen mi­nus vier und plus vier Di­op­tri­en.

Es gibt auch Clip-in-Sys­te­me, bei de­nen so­ge­nann­te Kor­rek­ti­ons­glä­ser von in­nen zwi­schen den Schutz und die Au­gen ge­klemmt wer­den. „Al­ler­dings ist der Sicht­be­reich ein­ge­schränkt, weil die Glä­ser klei­ner sind“, warnt Kers­tin Kru­sch­in­ski.

FO­TO: IMA­GO

Für Sport­ler gibt es spe­zi­el­le Bril­len mit in­di­vi­du­el­ler Seh­stär­ke, die bruch­si­cher sind und bei Käl­te oder Hit­ze kei­nen Scha­den er­lei­den.

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