Ge­lun­ge­ne Gen­re­mi­schung

In der Ac­tion­ko­mö­die „Bro­thers Bloom“wol­len zwei Brü­der ei­ne rei­che Frau aus­rau­ben

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

SAARBRÜCKEN (ry) Als Trick­be­trü­ger, Hoch­stap­ler und Hei­rats­schwind­ler neh­men die Brü­der Ste­phen (Mark Ruf­fa­lo) und Bloom (Adri­en Bro­dy) wohl­ha­ben­de und leicht­gläu­bi­ge Men­schen aus – ein Drang, dem sie seit Kin­der­ta­gen nach­ge­hen.

Un­ter­stützt wer­den sie da­bei von der Ja­pa­ne­rin Bang Bang (Rin­ko Ki­ku­chi), die kein Wort spricht und ei­ne fa­ta­le Schwä­che für Spreng­stoff hat. Doch trotz die­ser Vor­lie­be für Knall­ef­fek­te, legt das Trio al­ler­höchs­ten Wert auf ein raf­fi­nier­tes Vor­ge­hen, um sei­ne Op­fer zu kö­dern.

Vor al­lem für Ste­phen be­steht der größ­te Reiz dar­in, sich im­mer wie­der neue, fan­ta­sie­vol­le Ge­schich­ten aus­zu­den­ken, in de­nen sein Bru­der als Lock­vo­gel die Haupt­rol­le spielt. Der wür­de sich ei­gent­lich ger­ne aus dem Ge­schäft zu­rück­zie­hen, weiß er doch vor lau­ter Rol­len­spie­len kaum noch, wer er wirk­lich ist. Aber es ge­lingt Ste­phen, ihn zu ei­nem letz­ten, ganz gro­ßen Coup zu über­re­den: Bloom soll Be­kannt­schaft mit der ex­zen­tri­schen Mil­lio­nen­er­bin Pe­ne­lo­pe (Ra­chel Weisz) ma­chen und sie in ei­ne aber­wit­zi­ge In­tri­ge ver­wi­ckeln.

Der kniff­li­ge Plan be­steht dar­in, dass die Brü­der sich als An­ti­qui­tä­ten­schmugg­ler aus­ge­ben und Pe­ne­lo­pe am En­de da­zu brin­gen wol­len, ih­nen ei­ne Mil­li­on Dol­lar vor­zu­stre­cken – mit der sie sich dann aus dem Staub zu ma­chen ge­den­ken. Zu­nächst läuft al­les wie am Schnür­chen, aber dum­mer­wei­se er­weist sich Pe­ne­lo­pe als aben­teu­er­lus­ti­ger und aus­ge­fuchs­ter als er­war­tet. Da­mit nicht ge­nug, ver­liebt sich Bloom in sein schö­nes Op­fer und be­kommt Skru­pel, den Plan bis zum bit­te­ren En­de durch­zu­zie­hen. Wo­für sein Bru­der Ste­phen wie­der­um über­haupt kein Ver­ständ­nis hat.

Ri­an John­sons zwei­ter Film ist wie schon sein Erst­ling „Brick“ein Werk, das ver­schie­de­ne Gen­res mit­ein­an­der ver­mischt. Kri­mi­e­le­men­te à la „Oce­an’s Ele­ven“ge­hen Hand in Hand mit ei­ner Roman­ze, hin­zu kom­men ab­ge­dreh­te Cha­rak­te­re, die auch aus ei­nem Film von Wes An­der­son stam­men könn­ten. Ihm ge­lang es, ein pro­mi­nen­tes Schau­spiel­ensem­ble um Adri­en Bro­dy („Os­car“für „Der Pia­nist“), Ra­chel Weisz („Os­car“für „Der ewi­ge Gärt­ner“) und Mark Ruf­fa­lo (Drei Mal für den „Os­car“no­mi­niert) zu en­ga­gie­ren.

Re­gis­seur John­son lie­fer­te in der Fol­ge noch den Sci-Fi-Thril­ler „Lo­oper“mit Bru­ce Wil­lis und Jo­seph Gor­don-Le­vitt ab. Sein bis­her größ­tes Pro­jekt dreh­te er aber ver­gan­ge­nes Jahr ab, näm­lich „Star Wars: Epi­so­de VIII“. Die Fort­set­zung der Welt­raum­sa­ga kommt En­de des Jah­res in die Ki­nos. Jüngst wur­de auch der Ti­tel ver­ra­ten, der „The Last Je­di“lau­tet.

Die Brü­der und Trick­be­trü­ger Bloom (Adri­en Bro­dy, l.) und Ste­phen (Mark Ruf­fa­lo) wol­len die ex­zen­tri­sche Mil­lio­nen­er­bin Pe­ne­lo­pe (Ra­chel Weisz) um den Fin­ger wi­ckeln. Doch die lässt sich nicht rein­le­gen.

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