Der Nach­bar war im­mer Kon­kur­rent

Mei­nung Be­cher zu Gam­bia

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT -

Es ist kei­nes­wegs nur ein schwe­res Er­be des Ko­lo­nia­lis­mus, dass die Stäm­me auf­ein­an­der los­ge­hen, denn der Nach­bar­stamm war doch schon im­mer der größ­te Kon­kur­rent, wenn es um Res­sour­cen geht – frü­her wa­ren dies gu­te Wei­de­grün­de, heu­te sind es eben Bo­den­schät­ze. Au­ßer­dem: Nach dem miss­lun­ge­nen Irak­krieg ju­bel­ten doch sämt­li­che Gu­ten, dass es dem über­heb­li­chen Wes­ten ein­mal ge­zeigt wor­den ist, dass die De­mo­kra­tie kein Mo­dell für al­le sei. Wie­so denn al­so jetzt die vie­len Kro­ko­dils­trä­nen wei­nen we­gen des ak­tu­el­len Schei­terns der De­mo­kra­tie in Afri­ka?

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