Die christ­li­chen Wer­te in der CDU

Hei­ner Geiß­ler und Vol­ker Kau­der ha­ben mit ei­nem Geist­li­chen dis­ku­tiert.

Saarbruecker Zeitung - - LANDESPOLITIK - VON PATRICIA HEINE

ILLINGEN Die CDU – die Christ­lich De­mo­kra­ti­sche Uni­on. Ei­ne Par­tei, auf­ge­baut auf christ­li­chen Wer­ten. Über die dis­ku­tier­ten am Don­ners­tag­abend Hei­ner Geiß­ler, ehe­ma­li­ger Ge­ne­ral­se­kre­tär der CDU, Vol­ker Kau­der, Vor­sit­zen­der der CDU/CSU-Frak­ti­on im Bun­des­tag, und Karl Jüs­ten, Lei­ter des Kom­mis­sa­ri­ats der deut­schen Bi­schö­fe. Rund 180 Gäs­te ver­folg­ten die De­bat­te in der Il­lip­se in Illingen. Kau­der mach­te zu Be­ginn deut­lich, dass sich je­der in der Par­tei dem christ­li­chen Men­schen­bild ver­pflich­tet füh­le: „Fol­ge mir nach“, wie schon Je­sus auf­for­der­te. Da­bei sprach Kau­der oft von Frei­heit – von der Frei­heit, sein Le­ben in der Ver­ant­wor­tung vor Gott zu ge­stal­ten. So, dass die Wür­de des Men­schen je­der­zeit an ers­ter Stel­le ste­he. Da­zu ge­hö­re zum Bei­spiel auch, dass Leis­tung mit ei­nem ent­spre­chen­den Lohn be­zahlt wird. „Geld gibt es auf der Er­de wie Dreck. Es ha­ben nur die fal­schen Leu­te“, sag­te Geiß­ler. Er for­der­te ein Ge­samt­kon­zept für die Welt­wirt­schaft. Um ei­ne Ord­nung her­zu­stel­len, ap­pel­lier­te er an die evan­ge­li­sche und die ka­tho­li­sche Kir­che, zu­sam­men­zu­ge­hen. Auch sei­ne Par­tei, die CDU, sei als Uni­on von Evan­ge­li­schen und Ka­tho­li­schen ge­grün­det wor­den. Die christ­li­chen Grund­sät­ze Frei­heit, Gleich­heit und So­li­da­ri­tät zähl­ten auch für die An­ders­gläu­bi­gen.

In ei­nem Punkt wa­ren sich al­le auf dem Po­di­um ei­nig: Es müs­se mehr so­zia­le Ge­rech­tig­keit ge­ben. Da­bei sei es wich­tig, dass Deutsch­land sei­ne Schul­den zu­rück­zah­le, aber auch in die Zu­kunft in­ves­tie­re – et­wa in schnel­les In­ter­net und klu­ge Köp­fe: „Ein Land, das nichts im Bo­den hat, muss in die Bir­ne in­ves­tie­ren“, er­klär­te Kau­der. Jun­ge Leu­te soll­ten sich nicht un­ter den Schef­fel stel­len. Aber durch be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge fehl­te ih­nen Si­cher­heit, sag­te Geiß­ler. Im­mer wie­der be­ton­te er, wie wich­tig ei­ne öku­me­ni­sche Lö­sung sei – et­wa für Kin­der­ta­ges­stät­ten. Ein ethi­sches Fun­da­ment – es sei wich­tig für die Po­li­tik, aber auch für die so­zia­le Markt­wirt­schaft.

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