Ge­lun­ge­ne Wo­che, aber bit­te­res En­de

Der 1. FC Saar­brü­cken hat sein ein­wö­chi­ges Trai­nings­la­ger mit ei­nem Test­spiel­sieg ge­gen Vik­to­ria Köln ab­ge­schlos­sen.

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - VON PATRIC CORDIER

DUIS­BURG Der Fuß­ball-Re­gio­nal­li­gist 1. FC Saar­brü­cken kommt mit ge­stärk­tem Selbst­ver­trau­en aus dem fünf­tä­gi­gen Trai­nings­la­ger an der Sport­schu­le Duis­burg-We­dau. Das ab­schlie­ßen­de Test­spiel ge­gen West-Re­gio­nal­li­gist Vik­to­ria Köln konn­te die Mann­schaft von Trai­ner Dirk Lott­ner am Frei­tag mit 2:1 (1:1) für sich ent­schei­den. Doch das ist ei­ne der bes­se­ren Nach­rich­ten, die schlech­te: Ab­wehr­chef Pe­ter Chrap­pan hat sich of­fen­bar schwe­rer ver­letzt.

„Pe­ter hat im Trai­ning gleich zwei Mal ei­nen Schlag aufs Knie ab­be­kom­men“, sagt FCS-Sport­di­rek­tor Mar­cus Mann: „Das Ge­lenk ist stark an­ge­schwol­len, ei­ne MRT-Un­ter­su­chung am Mon­tag wird wei­te­ren Auf­schluss über die Schwe­re der Ver­let­zung ge­ben.“

Alex­an­der Hahn (Auf­bau­trai­ning), Jens Mey­er (Knie­pro­ble­me) und Jo­han­nes Roß­feld (Scham­bein) wa­ren erst gar nicht mit nach Duis­burg an­ge­reist. Den­nis Weg­ner (mus­ku­lä­re Pro­ble­me) und Ke­vin Beh­rens muss­ten ge­gen Köln pas­sen. „Es geht von Tag zu Tag bes­ser, na­tür­lich fehlt mir noch die Fit­ness“, sagt Beh­rens: „Dass ich nicht ge­spielt ha­be, war ei­ne Vor­sichts­maß­nah­me.“

In Duis­burg ar­bei­te­te Lott­ner mit sei­nen Spie­lern an der tak­ti­schen Ab­stim­mung mit und ge­gen den Ball. Da­bei konn­te al­ler­dings bis Don­ners­tag nur auf Kun­st­ra­sen trai­niert wer­den. „Na­tür­lich hät­ten wir uns ge­wünscht, mehr auf Na­tur­ra­sen spie­len zu kön­nen, aber es gibt kei­nen Grund, sich zu be­kla­gen“, sagt Lott­ner: „Wir ha­ben ge­merkt, dass wir noch ei­ni­ges an Ar­beit vor uns ha­ben. Ge­ra­de bei der Drei­er­ket­te sind wir doch noch sehr am For­schen.“

Das zeig­te sich beim 0:1 der Köl­ner nach 23 Mi­nu­ten. Do­mi­nik Rau ver­schob zu spät nach au­ßen, wo Alex­and­re Men­dy in Un­ter­zahl ge­riet. Sven Krey­er ließ FCS-Tor­wart Da­vid Sal­feld kei­ne Ab­wehr­chan­ce. Sal­feld konn­te sich da­für in der Schluss­pha­se mehr­fach aus­zeich­nen. „Auch Ric­co Cy­mer wird noch sei­ne Spiel­zeit be­kom­men“, sagt Lott­ner: „Wer beim Rest­run­den­start die Num­mer eins sein wird, ist noch of­fen.“

Man merk­te dem FCS-Spiel an, dass das bis­he­ri­ge Haupt­au­gen­merk der Trai­nings­ar­beit auf der De­fen­si­ve lag. Nach vor­ne blieb vie­les Stück­werk. So muss­te ein Frei­stoß von Mar­kus Mend­ler zum Aus­gleich her­hal­ten (37. Mi­nu­te).

Die Neu­zu­gän­ge Tam­mo Har­der und Fe­lit­cia­no Zschus­schen konn­ten im zwei­ten Durch­gang ih­ren mög­li­chen Wert für das Team an­deu­ten. Vor al­lem Har­der prä­sen­tier­te sich zwei­kampf- und spiel­stark. Er hät­te in der 87. Mi­nu­te so­gar das 3:1 ma­kie­ren kön­nen, schei­ter­te aber freih­ste­hend. So blieb es beim ver­dien­ten 2:1 durch Patrick Schmidt (74.).

„Es bleibt jetzt nicht mehr viel Zeit. Wir brau­chen die grö­ße­re In­ten­si­tät in Spiel­si­tua­tio­nen“, sagt Lott­ner, der für Mitt­woch ein wei­te­res Test­spiel ge­gen Nord­hau­sen ab­ge­schlos­sen hat: „Ich bin si­cher nicht un­zu­frie­den mit dem Trai­nings­la­ger. Wir hat­ten Zeit, noch en­ger zu­sam­men­zu­rü­cken. Es ist scha­de, dass die Neu­zu­gän­ge erst so spät zu uns sto­ßen konn­ten. Das macht um­so mehr klar: Wir müs­sen in­ten­siv wei­ter­ar­bei­ten.“

FO­TO: SCHLICH­TER

Der Saar­brü­cker Tor­schüt­ze Mar­kus Mend­ler (links) be­haup­tet sich hier ge­gen den Köl­ner Do­mi­nik La­ni­us.

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