Das ist doch selbst­ver­ständ­lich

Saarbruecker Zeitung - - LESERBRIEFE -

Dass Se­nio­ren­ver­bän­de ge­gen ei­ne ver­pflich­ten­de Un­ter­su­chung der Fahr­tüch­tig­keit sind, muss ja wohl so sein. Dass die­se For­de­rung im Wahl­jahr 2017 kei­ne Chan­ce hat, ist auch klar. Ich bin Be­rufs­kraft­fah­rer und er­le­be täg­lich, was auf der Stra­ße los ist, und ich glau­be, mir des­halb ein Ur­teil er­lau­ben zu kön­nen. Be­rufs­kraft­fah­rer, al­so auch ich, müs­sen al­le fünf Jah­re ih­re Fahr­tüch­tig­keit durch ei­ne ärzt­li­che Un­ter­su­chung, ei­nen Seh- und Re­ak­ti­ons­test be­stä­ti­gen las­sen, da­durch füh­le ich mich nicht dis­kri­mi­niert. Ich fin­de, für äl­te­re Ver­kehrs­teil­neh­mer wä­re ei­ne ver­pflich­ten­de me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung, mit Seh­test, nicht zu viel ver­langt. Es gibt ge­wiss Se­nio­ren, die auch im ho­hen Al­ter noch gut und si­cher Au­to­fah­ren kön­nen, es gibt aber auch Se­nio­ren, die es nicht mehr kön­nen, und die gilt es, vor ei­ge­nem und frem­dem Scha­den zu be­wah­ren. Ich glau­be nicht, dass das auf frei­wil­li­ger Ba­sis funk­tio­niert. Es wer­den sich die un­ter­su­chen las­sen, die nichts zu be­fürch­ten ha­ben, und die, die Angst ha­ben, sie dürf­ten nicht mehr fah­ren, blei­ben zu Hau­se. Was an ei­ner ver­pflich­ten­den Un­ter­su­chung dis­kri­mi­nie­rend sein soll, er­schließt sich mir nicht. Dass Si­cher­heit Vor­rang hat im Stra­ßen­ver­kehr, ist nicht dis­kri­mi­nie­rend, son­dern selbst­ver­ständ­lich. Auch ich wer­de mal äl­ter und trotz­dem be­für­wor­te ich dies.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.