An der Mi­se­re wird sich vor­erst nichts än­dern

KOM­MEN­TAR

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK -

Das ist ein Rück­schlag für den An­ti-Ter­ror­kampf. Wenn der Ge­ne­ral­bun­des­an­walt feh­len­des Per­so­nal be­klagt bei im­mer mehr Ver­fah­ren we­gen des Ver­dachts des is­la­mis­ti­schen Ter­rors, hat das er­heb­li­che Fol­gen für die in­ne­re Si­cher­heit. Jetzt aber Jus­tiz­mi­nis­ter Maas ei­nen Vor­wurf zu ma­chen, ist der Ver­such, Wahl­kampf zu be­trei­ben. Zu­stän­dig sind die Län­der. Sie müs­sen das er­for­der­li­che Per­so­nal nach Karls­ru­he ent­sen­den. Doch den Län­dern feh­len ent­we­der sel­ber ge­eig­ne­te Mit­ar­bei­ter – oder sie wol­len auf die we­ni­gen Hoch­qua­li­fi­zier­ten, die sie ha­ben, nicht ver­zich­ten. Zwar hat die Po­li­tik das Pro­blem für vie­le Be­hör­den er­kannt, doch neue Mit­ar­bei­ter müs­sen erst aus­ge­bil­det wer­den. An der Mi­se­re wird sich da­her erst in ei­ni­gen Jah­ren et­was än­dern – ge­fähr­lich, aber lei­der wahr.

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