„Ei­ni­ge Sor­gen­fal­ten ge­glät­tet“

Vol­ker Lin­ne­we­ber fei­er­te sei­nen letz­ten Hoch­schul­ball als Uni-Prä­si­dent – mit lo­ben­den Wor­ten für die Po­li­tik. Bei den Be­su­cher­zah­len gab es ei­ne Trend­wen­de.

Saarbruecker Zeitung - - LANDESPOLITIK/REGION - VON FRANK BREDEL

SAAR­BRÜ­CKEN Es war Vol­ker Lin­ne­we­bers letz­ter Win­ter­ball als Uni­prä­si­dent, und er er­öff­ne­te ihn Wal­zer tan­zend mit Ehe­frau An­net­te, denn Schirm­her­rin An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er ließ sich ent­schul­di­gen. Die Mi­nis­ter­prä­si­den­tin hat­te „die Freck“. Lin­ne­we­bers Re­de war Er­öff­nungs-wie Ab­schieds­wort. Er gab sich op­ti­mis­tisch: „Ver­gan­ge­nes Jahr mach­ten wir uns noch gro­ße Sor­gen um die Zu­kunft der Hoch­schu­le, in­zwi­schen ha­ben sich ei­ni­ge Sor­gen­fal­ten ge­glät­tet“, gab er sich ent­spannt und lob­te die an­we­sen­den Po­li­ti­ker, die ih­ren (Spar-)Kurs et­was kor­ri­giert hät­ten. Sie sä­hen nun doch ein, dass die Uni­ver­si­tät wich­tig sei für das Saar­land und jun­ge Men­schen ins Land brin­ge. Die Hälf­te der Stu­die­ren­den kom­me von au­ßen, so Lin­ne­we­ber, und vie­le blie­ben im Saar­land. Das brin­ge wich­ti­ge Im­pul­se für das Land.

Die Uni­ver­si­tät hat­te für den Win­ter­ball 2017 über 1100 Kar­ten ver­kauft. Das sei ei­ne Trend­wen­de, freu­te sich Uni-Spre­che­rin Frie­de­ri­ke Mey­er zu Tit­ting­dorf. Die Be­su­cher­zahl über­stei­ge die der Vor­jah­re; zugleich sei auch der An­teil der Stu­den­ten-Ti­ckets ge­stie­gen. Es kom­men al­so wie­der mehr jun­ge Leu­te zu dem Ball, der mit dem Ver­kauf so­ge­nann­ter Fla­nier­kar­ten auch Nicht­tän­zer an­spre­chen will, die es ge­nie­ßen, ein­fach durch die Sä­le zu ge­hen und zu plau­dern.

Stu­dent Oli­ver Rah­men ge­hör­te zum jün­ge­ren Pu­bli­kum: „Ich nut­ze die Ge­le­gen­heit, mal et­was schi­cker aus­zu­ge­hen“, sagt er und sei­ne Be­glei­te­rin Eli­sa­beth Gold­mann stimmt ihm zu. Sie räumt aber ein, der Trend, zum Ball zu ge­hen, un­ter­schei­de sich sehr von Fa­kul­tät zu Fa­kul­tät. Der Ball an sich ha­be aber auch et­was Nost­al­gi­sches. Alt­mo­disch? Dem ver­such­ten die Ver­an­stal­ter ent­ge­gen­zu­wir­ken, mit ei­ner Dis­ko­thek, flot­ter Mu­sik und un­ter­schied­li­chem Pro­gramm für al­le Al­ters­grup­pen.

FO­TO: BE­CKER&BREDEL

Uni-Prä­si­dent Vol­ker Lin­ne­we­ber er­öff­ne­te den Hoch­schul­ball am Sams­tag­abend mit ei­nem Wal­zer mit Ehe­frau An­net­te.

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