Un­ge­woll­te Wahl­kampf­hil­fe für Ma­ri­ne Le Pen

KOMMENTAR

Saarbruecker Zeitung - - Themen des Tages -

Die Glaub­wür­dig­keit von François Fil­lon ist er­schüt­tert. Dar­an kann auch sein Auf­tritt nichts mehr än­dern. Der kon­ser­va­ti­ve Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat will den Wahl­kampf fort­set­zen, als sei nichts ge­we­sen. Doch sein Na­me ist un­trenn­bar mit den hun­dert­tau­sen­den Eu­ro ver­bun­den, die er sei­ner Fa­mi­lie mehr als groß­zü­gig auf Kos­ten der Steu­er­zah­ler zu­kom­men ließ. Was Pe­ne­lo­pe Fil­lon und zwei ih­rer Kin­der ver­dien­ten, liegt deut­lich über dem fran­zö­si­schen Durch­schnitts­ge­halt. Wie kann Fil­lon von den Fran­zo­sen noch ver­lan­gen, den Gür­tel en­ger zu schnal­len? Der Kämp­fer für ei­ne Er­neue­rung Frank­reichs hat sei­ne Waf­fe ver­lo­ren. Schlim­mer noch: Er gibt Ma­ri­ne Le Pen Auf­trieb, die schon seit Jah­ren ge­gen die „ver­dor­be­ne“Po­li­ti­ker­kas­te zu Fel­de zieht. Fil­lon hat un­frei­wil­lig Wahl­kampf­hil­fe ge­leis­tet.

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