Bes­ser schla­fen mit Strea­m­ing-Fern­se­hen

GLOSSE

Saarbruecker Zeitung - - Standpunkt - VON PIA ROLFS

Fern­seh­schlaf war ges­tern. Je­den­falls in dem Sin­ne, dass Men­schen das re­gu­lä­re TV-Pro­gramm se­hen und da­bei ein­schla­fen. Denn heu­te sind vie­le da­zu über­gan­gen, Se­ri­en über Strea­m­in­gDi­ens­te zu gu­cken. Und schla­fen da­bei noch bes­ser. Sorgt doch die Ge­wiss­heit, das Ver­pass­te spä­ter noch mal an­schau­en zu kön­nen, für ein ent­spann­tes Ni­cker­chen – und das in der schlaf­me­di­zi­nisch wert­vol­len Kür­ze ei­ner hal­ben TV-Se­ri­en­fol­ge. Ob­wohl den Zu­schau­er spä­ter der Ver­such stresst, die Stel­le, an der er weg­ge­döst ist, wie­der­zu­fin­den. Und al­lein das macht wie­der mü­de. Al­ler­dings muss zur Eh­ren­ret­tung des tra­di­tio­nel­len Fern­se­hens ge­sagt wer­den, dass es durch ständige Wie­der­ho­lun­gen schon er­mög­licht, trotz meh­re­rer Ni­cker­chen rein gar nichts zu ver­pas­sen. Und not­falls las­sen sich vie­le TVPro­duk­tio­nen auch in der Me­dia­thek noch ein­mal an­schau­en. Ob­wohl sich man­che da­nach viel­leicht wün­schen, sie hät­ten die­se Ent­wick­lung ver­schla­fen.

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