Ge­nia­ler Thril­ler mit star­ken Mi­men

TV-KRI­TIK

Saarbruecker Zeitung - - Wirtschaft - Ne­ben der Spur – Dein Wil­le ge­sche­he, 20.15 Uhr, ZDF

Im vier­ten Teil der Rei­he um Psych­ia­ter Joe Jes­sen (Ul­rich Noe­then) und Kom­mis­sar Vin­cent Ruiz ( Ju­er­gen Mau­rer) wur­de es er­neut sehr per­sön­lich: Wie schon in den vor­he­ri­gen Fol­gen ge­riet Jes­sen in das Vi­sier des Tä­ters. Die­ser, Ge­de­on Tau­ber (Ro­nald Zehr­feld), trieb zwei Frau­en in den Selbst­mord, um da­mit Kon­takt zu sei­ner Toch­ter her­zu­stel­len, und führ­te die Er­mitt­ler da­für meh­re­re Ma­le ge­konnt hin­ters Licht. Die Rol­le des Bö­sen stand dem preis­ge­krön­ten Zehr­feld au­ßer­or­dent­lich gut, und sei­ne ma­ni­pu­la­ti­ven Psy­cho­spiel­chen bil­de­ten ei­nen ge­nia­len Thril­ler. Pri­va­te Pro­ble­me, wie die mög­li­che Af­fä­re von Jes­sens Frau, spiel­ten in „Dein Wil­le ge­sche­he“un­ter der Re­gie von An­no Saul wie­der ei­ne Rol­le, wenn auch nur ei­ne ne­ben­säch­li­che, denn der Fall stand im Fo­kus. Die ei­gent­li­che Be­dro­hung für Jes­sen selbst er­eig­ne­te sich qua­si er­neut in letz­ter Se­kun­de – wie auch im drit­ten Teil. So wa­ren der Über­ra­schungs- und da­mit auch der Span­nungs­fak­tor nicht mehr gänz­lich ge­ge­ben und die Ge­fahr ei­gent­lich schon vor­her­seh­bar, trotz­dem über­zeug­te auch die Ver­fil­mung von Michael Ro­bo­thams vier­tem Werk durch die her­vor­ra­gen­de Leis­tung der Haupt­per­so­nen so­wie der düs­te­ren Ins­ze­nie­rung.

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