Steu­er­zah­ler­bund rech­net Saar­brü­cken schlecht

Saarbruecker Zeitung - - ERSTE SEITE -

SAAR­BRÜ­CKEN (tho) „Der Bund der Steu­er­zah­ler kämpft ge­gen die Ver­schwen­dung von Steu­er­gel­dern und für die Rech­te der Steu­er­zah­ler!“So steht es auf der In­ter­net­sei­te der für ih­re Gründ­lich­keit ge­schätz­ten Skan­dal­su­cher. Dass die Da­men und Her­ren um Prä­si­dent Rei­ner Holz­na­gel gu­te Ar­beit leis­ten, stand bis­lang au­ßer Zwei­fel. Dies­mal aber wa­ren sie kom­plett auf dem Holz­weg – sehr zum Ver­druss der Stadt Saar­brü­cken.

Am Montag hat­te der Steu­er­zah­ler­bund mit ei­ner Stu­die über­rascht, wo­nach die Wohn­ne­ben­kos­ten in der Lan­des­haupt­stadt mit fast 2200 Eu­ro deutsch­land­weit am höchs­ten sei­en. Auch uns war dies ei­ne Mel­dung auf der Ti­tel­sei­te wert, ges­tern aber muss­te der Steu­er­zah­ler­bund zu­rück­ru­dern. Es sei „ein Über­tra­gungs­feh­ler“un­ter­lau­fen, räum­te ei­ne Spre­che­rin auf SZ-Nach­fra­ge ein – was über­setzt wohl be­deu­tet, dass je­mand Mist ge­baut hat. In Wahr­heit hat Ber­lin die höchs­ten Ne­ben­kos­ten, Saar­brü­cken die fünft­höchs­ten. Dem Ver­neh­men nach hat sich der Steu­er­zah­ler­bund bei der Stadt ent­schul­digt. Im­mer­hin.

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