Morsch will Prä­si­den­tin des Fi­nanz­ge­richts wer­den

Saarbruecker Zeitung - - SAARLAND - VON MICHA­EL JUNG­MANN

SAAR­BRÜ­CKEN An Ascher­mitt­woch ist al­les vor­bei! Für Pe­ter Bils­dor­fer, seit De­zem­ber 2013 Prä­si­dent des saar­län­di­schen Fi­nanz­ge­richts, wird der 1. März der ers­te Tag als Pen­sio­när sein. Für sei­ne Nach­fol­ge an der Spit­ze des klei­nen Ge­richts (fünf Rich­ter­stel­len in zwei Se­na­ten) lie­gen nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Zeitung bis­lang drei Be­wer­bun­gen beim Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um vor. Ei­ne sei­ner vor­nehms­ten Auf­ga­ben wird es für Bils­dor­fer bis Mo­nats­en­de sein, zwei in­ter­nen Be­wer­bern aus dem Fi­nanz­ge­richt, die ihm auf den Prä­si­den­ten­stuhl fol­gen wol­len, dienst­li­che Beur­tei­lun­gen zu schrei­ben. Das Ar­beits­zeug­nis der drit­ten Be­wer­be­rin wird vor­aus­sicht­lich Um­welt- und Jus­tiz­mi­nis­ter Rein­hold Jost (SPD) per­sön­lich un­ter­zeich­nen. Josts Jus­tiz­staats­se­kre­tä­rin An­ke Morsch (SPD) hat ih­re Be­wer­bung für den Chef­pos­ten am Fi­nanz­ge­richt be­reits Mit­te Ja­nu­ar in der Per­so­nal­ab­tei­lung des Mi­nis­te­ri­ums ab­ge­ge­ben. Morsch, seit 2012 ein­fluss­rei­che Staats­se­kre­tä­rin im Jus­tiz­res­sort, be­stä­tig­te un­se­rer Zeitung, dass sie Prä­si­den­tin des Fi­nanz­ge­richts wer­den will: „Das war schon im­mer mein Be­rufs­wunsch“, sagt die pro­mo­vier­te Ju­ris­tin aus dem Mar­pin­ger Orts­teil Ber­schwei­ler, die be­reits von 2007 bis zu ih­rer Er­nen­nung zur Staats­se­kre­tä­rin als Rich­te­rin am Fi­nanz­ge­richt ge­ur­teilt hat­te. Sie war zu­dem zwei Jah­re Mit­glied am Ver­fas­sungs­ge­richts­hof.

Morsch gilt als Fa­vo­ri­tin für das Amt. Die in der Stel­len­aus­schrei­bung ge­for­der­ten „her­aus­ra­gen­den Steu­er­rechts­kennt­nis­se“so­wie be­son­de­res Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent und Kennt­nis­se des Haus­halts­rechts kann sie mit ih­rem bis­he­ri­gen Wer­de­gang do­ku­men­tie­ren. So stand sie acht Jah­re im Di­enst der saar­län­di­schen Fi­nanz­ver­wal­tung. Fi­nan­zi­ell wür­de sich die am­tie­ren­de Staats­se­kre­tä­rin (Be­sol­dungs­grup­pe B 8 mit rund 9500 Eu­ro brut­to) auf ein Mo­nats­ge­halt von knapp 8200 Eu­ro (Be­sol­dungs­grup­pe R 5) ver­schlech­tern.

Die Prä­si­den­ten­stel­le wird vor­aus­sicht­lich erst von der künf­ti­gen Lan­des­re­gie­rung be­setzt.

FO­TO: BE­CKER&BREDEL

An­ke Morsch

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