Hin­ter­blie­be­ne von Mord­op­fern sol­len ent­schä­digt wer­den

Saarbruecker Zeitung - - ERSTE SEITE -

BER­LIN (afp/SZ) Wer ei­nen na­hen Ver­wand­ten oder Ver­trau­ten durch Mord, Be­hand­lungs­feh­ler, Ver­kehrs­un­fäl­le oder Ter­ror ver­liert, soll künf­tig grund­sätz­lich ei­ne Ent­schä­di­gung be­kom­men kön­nen. Das Ka­bi­nett be­schloss ges­tern ein Ge­setz von Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) zum so ge­nann­ten Hin­ter­blie­be­nen­geld. Die­ses soll von dem­je­ni­gen ge­zahlt wer­den, der für den Tod ver­ant­wort­lich ist. Bis­lang muss­ten Hin­ter­blie­be­ne ei­ne schwe­re ge­sund­heit­li­che Be­ein­träch­ti­gung durch den To­des­fall nach­wei­sen. „Die Trau­er um den Tod ei­nes na­he­ste­hen­den Men­schen kann nie­mals in Geld auf­ge­wo­gen wer­den“, er­klär­te der Saar­län­der Maas. Das Hin­ter­blie­be­nen­geld kön­ne aber hel­fen, „fi­nan­zi­el­le Sor­gen auf­grund des per­sön­li­chen Ver­lusts zu ver­mei­den“.

Über die Hö­he der Ent­schä­di­gungs­zah­lung soll ein Ge­richt ent­schei­den. An­spruchs­be­rech­tigt sind en­ge Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge so­wie en­ge Ver­trau­te. Die Bun­des­re­gie­rung geht von et­wa 24 000 Haf­tungs­fäl­len im Jahr aus.

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