Ka­bi­nett bil­ligt wei­te­res Ge­setz zu Fuß­fes­seln

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK -

BER­LIN/SAAR­BRÜ­CKEN (afp) Das Bun­des­ka­bi­nett hat ein wei­te­res Ge­setz zum Ein­satz von Fuß­fes­seln bei Ex­tre­mis­ten auf den Weg ge­bracht: Das Ka­bi­nett bil­lig­te nach An­ga­ben des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums ei­ne Vor­la­ge von Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD), mit der die elek­tro­ni­sche Auf­ent­halts­über­wa­chung für ver­ur­teil­te Straf­tä­ter nach der Haft er­mög­licht wird. Die elek­tro­ni­sche Fuß­fes­sel soll dem Ent­wurf zu­fol­ge bei sol­chen ex­tre­mis­ti­schen Straf­tä­tern zu­ge­las­sen wer­den, die we­gen schwe­rer Ver­ge­hen, der Vor­be­rei­tung ei­ner schwe­ren staats­ge­fähr­den­den Ge­walt­tat, der Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung oder der Un­ter­stüt­zung ter­ro­ris­ti­scher Ver­ei­ni­gun­gen ver­ur­teilt wor­den sind. Im Saar­land gibt es ei­ne Per­son, die ei­ne Fuß­fes­sel trägt. „Be­reits ver­ur­teil­te Ex­tre­mis­ten ha­ben kei­ne To­le­ranz ver­dient“, sag­te Maas. „Wir müs­sen sie ganz be­son­ders im Blick be­hal­ten.“Das sei kein All­heil­mit­tel, aber ein Schritt, um den Si­cher­heits­be­hör­den die Ar­beit zu er­leich­tern.

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