Bun­des­amt warnt vor dem Dieb­stahl di­gi­ta­ler Iden­ti­tä­ten

Nut­zer müs­sen mit ih­ren per­sön­li­chen Da­ten im In­ter­net vor­sich­tig um­ge­hen, um Miss­brauch durch Cy­ber-Kri­mi­nel­le zu ver­hin­dern.

Saarbruecker Zeitung - - KULTUR -

BONN (afp/dpa) Das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) hat vor dem Dieb­stahl di­gi­ta­ler Iden­ti­tä­ten ge­warnt. Um die On­li­ne-Iden­ti­tät ei­nes an­de­ren zu über­neh­men, reich­ten oft­mals we­ni­ge In­for­ma­tio­nen wie Vor- und Nach­na­me, Ge­burts­da­tum und Adres­se, EMail-Adres­se oder ein­fach nur ein Fo­to, teil­te das Bun­des­amt an­läss­lich des dies­jäh­ri­gen Sa­fer In­ter­net Day mit.

Häu­fig ver­folg­ten Cy­ber­kri­mi­nel­le mit dem Iden­ti­täts­dieb­stahl das Ziel, sich auf Kos­ten der Op­fer zu be­rei­chern, sei es durch Über­wei­sun­gen oder Ab­bu­chun­gen von Kon­ten oder durch In­ter­net­käu­fe im Na­men ih­rer Op­fer. Beim so­ge­nann­ten Phis­hing ge­lan­gen die Tä­ter an die Da­ten ih­rer Op­fer über ge­fälsch­te E-Mails.

So­zia­le Me­di­en sei­en ei­ne rei­che Qu­el­le für per­sön­li­che Da­ten, die für den Iden­ti­täts­miss­brauch ge­nutzt wer­den könn­ten, weil Men­schen dort vie­le De­tails über sich preis­gä­ben, so das BSI. Ge­fälsch­te Pro­fi­le in so­zia­len Me­di­en könn­ten et­wa da­zu ge­nutzt wer­den, Cy­ber­mob­bing zu be­trei­ben, al­so Men­schen bloß­zu­stel­len, zu be­lei­di­gen oder zu dis­kre­di­tie­ren.

In so­zia­len Netz­wer­ken soll­ten die Pri­vat­sphä­re­ein­stel­lun­gen so vor­ge­nom­men wer­den, dass nur Freun­de be­zie­hungs­wei­se di­rek­te Kon­tak­te die In­hal­te se­hen kön­nen. Wie bei Web­diens­ten oder der An­mel­dung bei Mo­bil­ge­rä­ten gel­te auch hier: Für je­des Pro­fil im In­ter­net soll­te ein ei­ge­nes si­che­res Pass­wort ver­wen­det wer­den.

Zwar sei Cy­ber­mob­bing kein ei­ge­ner Straf­tat­be­stand, er­klär­te Ger­hard Klot­ter, Vor­sit­zen­der des Pro­gramms Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on der Län­der und des Bun­des. Dar­in ver­ein­ten sich aber an­de­re Straf­ta­ten wie Be­lei­di­gung, Be­dro­hung oder Nö­ti­gung. „Wer beim Cy­ber­mob­bing auch noch die Iden­ti­tät ei­ner an­de­ren Per­son be­nutzt, macht sich zu­sätz­lich straf­bar“, sag­te Klot­ter.

Laut ei­ner Um­fra­ge der Be­ra­tungs­ge­sell­schaft PwC wur­de be­reits je­der drit­te Deut­sche Op­fer ei­nes Iden­ti­täts­dieb­stahls, bei dem Kri­mi­nel­le ge­stoh­le­ne per­sön­li­che Da­ten miss­brauch­ten, um et­wa Wa­ren zu be­stel­len oder Spam über ge­hack­te E-Mail-Kon­ten zu ver­sen­den. Am häu­figs­ten kommt der Um­fra­ge zu­fol­ge der Miss­brauch von E-Mail-Adres­sen für den Ver­sand von Spam-Mails vor. Gut je­der fünf­te Be­frag­te ha­be dies schon ein­mal er­lebt.

Um sich vor Iden­ti­täts­dieb­stahl zu schüt­zen, rät das BSI Nut­zern, in so­zia­len Netz­wer­ken oder bei der An­mel­dung zu E-Mail-Di­ens­ten oder On­li­ne­shops nur zwin­gend nö­ti­ge Da­ten an­zu­ge­ben.

FO­TO: DPA

Schon mit we­ni­gen An­ga­ben lässt sich ein Face­book-Pro­fil fäl­schen, warnt das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik.

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