Apps sam­meln zu vie­le Da­ten

Vor al­lem äl­te­re Ver­sio­nen des An­dro­id-Be­triebs­sys­tem sind be­trof­fen.

Saarbruecker Zeitung - - KULTUR -

DARM­STADT (dpa) Vie­le An­dro­idApps ver­lan­gen Be­rech­ti­gun­gen, die für ih­re Funk­tio­na­li­tät nicht not­wen­dig sind. Das kön­ne zu ei­ner Ver­let­zung der Pri­vat­sphä­re füh­ren, wenn pri­va­te Da­ten an frem­de Ser­ver ver­schickt wer­den, warnt die For­schungs­grup­pe Se­cu­so (Se­cu­ri­ty, Usa­bi­li­ty and So­cie­ty) der TU Darm­stadt.

Be­son­ders be­trof­fen von dem Pro­blem sei­en Nut­zer von An­dro­id-Be­triebs­sys­te­men vor der Ver­si­on 6, bei de­nen es noch kei­ne Mög­lich­keit gibt, Be­rech­ti­gun­gen ein­zeln zu ver­wei­gern. Sol­che An­wen­der müss­ten im Goog­le Play Sto­re ein be­son­de­res Au­gen­merk auf die ge­for­der­ten Be­rech­ti­gun­gen und die Nut­zer-Kom­men­ta­re ha­ben. Bei den Be­wer­tun­gen der Apps gilt laut den Ex­per­ten: Bei we­ni­ger als 30 Ur­tei­len ist die Ein­schät­zung we­nig aus­sa­ge­kräf­tig. Erst 100 Be­wer­tun­gen oder mehr könn­ten ei­nen Hin­weis auf ein ver­trau­ens­wür­di­ge­res Ge­samt­ur­teil sein.

Das Se­cu­so-Team der TU Darm­stadt ent­wi­ckelt selbst Apps, die nur die für die Funk­tio­na­li­tät nö­ti­gen Be­rech­ti­gun­gen ein­for­dern und kei­ne Nut­zungs­da­ten sam­meln. Sie ste­hen im Goog­le Play Sto­re un­ter dem Stich­wort „Pri­va­cy Fri­end­ly Apps“zur Ver­fü­gung.

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