Stu­die: Wer­bung macht Kin­der dick

Saarbruecker Zeitung - - PANORAMA -

BRE­MEN (dpa) Spe­zi­ell an Kin­der ge­rich­te­te Wer­bung für un­ge­sun­de Le­bens­mit­tel soll­te nach An­sicht von Wis­sen­schaft­lern stär­ker re­gu­liert wer­den. Ei­ne eu­ro­päi­sche Lang­zeit­stu­die an 10 000 Kin­dern aus acht Län­dern, dar­un­ter auch Deutsch­land, be­legt den For­schern zu­fol­ge, dass TV-Re­kla­me bei Kin­dern den Kon­sum von zu­cker­und fett­rei­chen Le­bens­mit­teln er­höht. „Vor al­lem klei­ne Kin­der kön­nen Wer­bung nicht vom Rest un­ter­schei­den und sind ihr des­halb völ­lig schutz­los aus­ge­setzt“, sag­te Stu­di­en­ko­or­di­na­tor Wolf­gang Ah­rens vom Leib­niz-In­sti­tut für Prä­ven­ti­ons­for­schung. Frei­wil­li­ge Selbst­ver­pflich­tun­gen der Her­stel­ler für ei­ne ver­ant­wor­tungs­vol­le Wer­bung hät­ten nicht funk­tio­niert. „Die Häu­fig­kei­ten von Fett­lei­big­keit und Über­ge­wicht bei eu­ro­päi­schen Kin­dern ver­har­ren auf ei­nem bei­spiel­lo­sen Ni­veau“, heißt es in dem Be­richt.

Deutsch­land be­legt beim Über­ge­wicht ei­nen Platz im Mit­tel­feld. Dem­nach wa­ren hier­zu­lan­de 16,5 Pro­zent der Kin­der zwi­schen zwei und zehn Jah­ren über­ge­wich­tig. In Bel­gi­en lag der An­teil mit 9,5 Pro­zent am nied­rigs­ten, in Ita­li­en mit 42 Pro­zent am höchs­ten. In al­len Län­dern wa­ren Mäd­chen eher be­trof­fen als Jun­gen.

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