In­ter­na­tio­na­le Stars

Saarbruecker Zeitung - - THEATER ZEIT -

In voll­kom­men un­ter­schied­li­che Kos­men wird un­ser Pu­bli­kum in den nächs­ten drei Sin­fo­nie­kon­zer­ten und dem 2. Kon­zert in der Al­ten Feu­er­wa­che ent­führt.

Im Fe­bru­ar kann man die Ge­fühls­wel­ten zwei­er sehr un­ter­schied­li­cher Kom­po­nis­ten er­for­schen: Gus­tav Mah­lers 5. Sin­fo­nie und Ro­bert Schu­manns Cel­lo­kon­zert sind je­weils Zeug­nis­se sehr kom­ple­xer Ge­fühls­la­gen, sind so­mit als au­to­bio­gra­phisch zu be­trach­ten und er­lau­ben tie­fe Ein­bli­cke in die See­len­welt der Künst­ler. Bei Schu­mann ge­sellt sich als hoch­ka­rä­ti­ger So­list Da­ni­el Mül­ler-Schott zum SSO un­ter der Lei­tung von Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor Ni­cho­las Mil­ton.

Die sehr be­lieb­te Kon­zert­rei­he in der Al­ten Feu­er­wa­che wird mit „In­spi­ra­ti­on Franz Schu­bert“am 12. März fort­ge­setzt. Schu­bert nimmt ei­ne Son­der­stel­lung bei den Kom­po­nis­ten ein, ähn­lich wie Vin­cent van Gogh bei den Ma­lern: Er konn­te sich Zeit sei­nes Le­bens nicht von sei­ner Kunst er­näh­ren, was an­ge­sichts der tief emo­tio­na­len Wer­ke heute kaum ver­ständ­lich ist. In un­se­rem In­spi­ra­ti­ons­kon­zert wer­den sich Ni­cho­las Mil­ton und das Saar­län­di­sche Staats­or­ches­ter dem Wie­ner Ge­nie an­nä­hern und da­bei ganz un­ter­schied­li­che Fa­cet­ten in Schu­berts Mu­sik be­leuch­ten, da­bei aber das im­men­se OEu­vre sei­ner Kunst­lie­der bei­sei­te las­sen und sich auf das In­stru­men­tal­werk kon­zen­trie­ren. Den krö­nen­den Ab­schluss bil­det dann sei­ne 5. Sin­fo­nie in D-Dur.

Gro­ße Na­men zu Gast beim Saar­län­di­schen

Staats­or­ches­ter

Die Spann­brei­te zwi­schen Über­mensch­li­chem und Men­sch­li­chem wird im 6. Sin­fo­nie­kon­zert am 19. und 20. März aus­ge­lo­tet, das zwi­schen zwei ti­ta­ni­schen Wer­ken, Lud­wig van Beet­ho­vens he­roi­scher 3. „Leo­no­ren-Ou­ver­tü­re“und Richard Strauss‘ mo­nu­men­ta­lem „Al­so sprach Za­ra­thus­tra“lei­se­re Tö­ne an­schlägt. Chris­ti­an Els­ner, ei­ner der be­deu­tends­ten Lied­sän­ger der Ge­gen­wart, be­glei­tet vom Staats­or­ches­ter und Ni­cho­las Mil­ton, wird sel­ten ge­spiel­te Orches­ter­be­ar­bei­tun­gen (von Max Re­ger und An­ton We­bern) ei­ni­ger Kla­vier­lie­der von Franz Schu­bert in­ter­pre­tie­ren, in ge­wis­ser Hin­sicht als Kom­plet­tie­rung des vor­her­ge­hen­den In­spi­ra­ti­ons­kon­zerts.

Ben­ja­min Brit­ten für Kin­der und Richard Strauss für Ju­gend­li­che

Auf ei­ne Rei­se zu un­se­ren west­li­chen Nach­barn be­gibt sich dann die Di­ri­gen­tin Ka­ren Ka­men­sek ge­mein­sam mit der in­ter­na­tio­nal ge­fei­er­ten Gei­ge­rin Fan­ny Cla­ma­gi­rand im 7. Sin­fo­nie­kon­zert am 9. und 10. April. Mit Mau­rice Ra­vel, Ca­mil­le Saint-Saëns und Cé­sar Franck ste­hen drei der gro­ßen fran­zö­si­schen Kom­po­nis­ten auf dem Pro­gramm, wo­bei Ra­vel noch wei­ter nach Wes­ten blickt: Sei­ne „rap­so­die es­pa­gn­o­le“ent­führt uns nach Spa­ni­en. Sain­tSaëns‘ Vio­lion­kon­zert wur­de ur­sprüng­lich für den spa­ni­schen Vir­tuo­sen Pa­blo de Sa­ra­sa­te ge­schrie­ben und ver­eint die gro­ße ro­man­ti­sche Em­pha­se mit ge­wal­ti­gen tech­ni­schen An­for­de­run­gen. Francks Sin­fo­nie d-Moll ist ein Spät­werk und über­zeugt durch ih­re kla­re Struk­tur, er­le­se­nen Klan­greiz und tie­fe Spi­ri­tua­li­tät.

„The Young Per­son’s Gui­de to the Orches­tra“

Am 19. und 23. Fe­bru­ar fin­det das ers­te gro­ße Kin­der­kon­zert [6+] „The Young Per­son’s Gui­de to the Orches­tra“auf der Haupt­büh­ne statt: Ste­fan Neu­bert führt das Pu­bli­kum durch das Saar­län­di­sche Staats­or­ches­ter! Am 23. März folgt ein ganz neu­es For­mat: Ju­gend­kon­zert [12+] „Be­geg­nung mit Richard Strauss“, ein mo­de­rier­tes Kon­zert von Ju­gend­li­chen für Ju­gend­li­che. Mo­de­ra­tor*in­nen vom Gym­na­si­um am Schloss stel­len ge­mein­sam mit Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor Ni­cho­las Mil­ton den Kom­po­nis­ten Richard Strauss in den Fo­kus: ei­ne un­ter­halt­sa­me St­un­de Be­geg­nung mit klas­si­scher Mu­sik! Das Staats­or­ches­ter steu­ert Aus­schnit­te aus „Al­so sprach Za­ra­thus­tra“bei.

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