Das Du­ell Floyd May­wea­ther ge­gen Co­nor McG­re­gor könn­te der größ­te Box­kampf al­ler Zei­ten wer­den.

Floyd May­wea­ther und Co­nor McG­re­gor wol­len den größ­ten Box­kampf al­ler Zei­ten be­strei­ten. Er soll um den Jah­res­wech­sel stei­gen.

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - VON THO­MAS WOLFER

LAS VE­GAS (sid) Die Ver­hand­lun­gen für den ers­ten Mil­li­ar­denKampf neh­men ge­ra­de Fahrt auf, doch das ver­ba­le Du­ell zwi­schen Floyd May­wea­ther und Co­nor McG­re­gor ist er­öff­net. „Mei­ne Faust ist grö­ßer als sein Kopf. Ich wer­de ihm bei­brin­gen, wie man rich­tig kämpft“, sagt Mi­xed-Mar­ti­al-Arts-Kämp­fer McG­re­gor, der 28-jäh­ri­ge Su­per­star und Dop­pelWelt­meis­ter der Ul­ti­ma­te Fight­ing Cham­pi­ons­hip (UFC).

Lang­sam, aber si­cher bahnt sich das Du­ell der Su­per­la­ti­ve an zwi­schen dem Iren und Floyd „The Mo­ney“May­wea­ther, dem un­ge­schla­ge­nen Pro­fi­box-Welt­meis­ter aus den USA. An­ge­peil­ter Ter­min: um den Jah­res­wech­sel. „Al­le wol­len das se­hen, und wir wol­len es den Fans ge­ben“, sagt der 39-jäh­ri­ge May­wea­ther. Mit ei­nem Re­kord von 49 Sie­gen oh­ne Nie­der­la­ge war er 2015 zu­rück­ge­tre­ten, doch nun lockt das gro­ße Geld.

„Ich bin da­von über­zeugt, dass der Kampf beim Ver­kauf ei­ne Mil­li­ar­de US-Dol­lar brin­gen kann“, sagt McG­re­gor. May­wea­ther hat­te mit sei­nem Ti­tel­kampf ge­gen Man­ny Pac­quiao im Mai 2015 über das Be­zahl­fern­se­hen die Re­kord­sum­me von 410 Mil­lio­nen Dol­lar ge­ne­riert. Das könn­te lo­cker über­trof­fen wer­den, denn ei­nen der­ar­ti­gen Kampf mit Sport­lern aus zwei un­ter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen, bei­de der­art ex­zen­trisch, hat es noch nie ge­ge­ben.

„Floyd und ich müs­sen uns tref­fen und re­den. So­bald wir ei­ne Zahl ha­ben, mit der ich und er zu­frie­den sind, ge­hen wir zu den Pro­mo­tern“, sagt McG­re­gor, der die nö­ti­ge Pro­fi­box-Li­zenz be­sitzt. Der 28-Jäh­ri­ge hol­te 2016 als ers­ter Kämp­fer Ti­tel in zwei Ge­wichts­klas­sen der Ul­ti­ma­te Fight­ing Cham­pi­ons­hip (UFC) und ist mitt­ler­wei­le ge­lang­weilt, weil ihm die Geg­ner feh­len.

100 Mil­lio­nen Dol­lar An­tritts­ga­ge will McG­re­gor an­geb­lich kas­sie­ren. Nicht aus­ge­schlos­sen, dass das tat­säch­lich pas­siert. Er ist nicht nur Kö­nig der Voll­kon­takt­sport­ler, son­dern auch ein knall­har­ter Ge­schäfts­mann. Mit sei­nen Kämp­fen hat der Mann aus Du­blin, der vor ei­ni­gen Jah­ren noch von So­zi­al­hil­fe leb­te, Mil­lio­nen ge­macht. „Ich ver­prü­ge­le Leu­te für Last­wa­gen-La­dun­gen vol­ler Bar­geld. Wie könn­te ich die­ses Le­ben has­sen?“, sagt McG­re­gor.

Sei­ne Wor­te klin­gen ar­ro­gant, nach dem üb­li­chen Ge­plän­kel. Doch er hält sein Wort, er­füllt sei­ne groß­spu­ri­gen Pro­phe­zei­un­gen fast im­mer. „Die Leu­te ha­ben im­mer über mich ge­lacht. Nie­mand hat mir die Din­ge zu­ge­traut, die ich er­reicht ha­be. Die Zweif­ler und das La­chen mo­ti­vie­ren mich“, sagt McG­re­gor. Zu Pres­se­kon­fe­ren­zen er­scheint er ger­ne im Nerz­man­tel oder im el­fen­bein­far­be­nen An­zug und lenkt schon da­mit al­le Auf­merk­sam­keit auf sich. Und die Iren lie­gen ihm zu Fü­ßen. Tau­sen­de rei­sen mit ihm um die Welt, sind bei den Kämp­fen da­bei und feu­ern ihn eu­pho­risch an.

„Es gibt kei­nen Tag, an dem ich nicht dank­bar für die­ses Le­ben bin“, sagt McG­re­gor, der mit dem Sieg ge­gen May­wea­ther Ge­schich­te schrei­ben will: „War­um soll­te man nur ei­ne Welt er­obern, wenn man auch zwei er­obern kann?“

FO­TO: IMA­GO

Co­nor McG­re­gor, Ire, 28 Jah­re alt, Dop­pel-Welt­meis­ter der UFC im Mi­xed Mar­ti­al Arts.

FO­TO: BELLO/AFP

Floyd May­wea­ther, US-Ame­ri­ka­ner, 39 Jah­re alt, in 49 Pro­fi­kämp­fen un­be­siegt.

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