Bei Täu­schung ha­ben Mie­ter Recht auf Scha­den­er­satz

Saarbruecker Zeitung - - HAUS+GARTEN -

KARLSRUHE (dpa) Ver­mie­ter kön­nen ein Miet­ver­hält­nis we­gen Ei­gen­be­darfs kün­di­gen. Täuscht ein Ver­mie­ter ei­nen sol­chen Sach­ver­halt al­ler­dings nur vor, kann der be­trof­fe­ne Mie­ter nach sei­nem Aus­zug un­ter Um­stän­den Scha­den­er­satz ver­lan­gen. Das geht aus ei­nem Be­schluss des Bun­des­ge­richts­hofs her­vor. In der Pra­xis müs­se der Mie­ter dem Ver­mie­ter meis­tens glau­ben, dass die­ser selbst oder ein An­ge­hö­ri­ger von ihm die Räu­me nut­zen will. Steht die Woh­nung nach dem Aus­zug aber of­fen­sicht­lich leer oder lebt die ge­nann­te Per­son dort nur kurz­zei­tig, so müs­se der Ver­mie­ter stim­mig dar­le­gen kön­nen, war­um sein Ei­gen­be­darf plötz­lich weg­ge­fal­len ist.

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