Je­der ver­dient die zwei­te Chan­ce

KOM­MEN­TAR

Saarbruecker Zeitung - - Saarland -

Der neue jun­ge Gond­wa­naChef ist nicht zu be­nei­den. Er soll aus Di­no-Kunst­stoff Gold ma­chen. Oder, an­ders ge­spro­chen, oh­ne nen­nens­wer­te Fi­nanz­mit­tel ei­ne Aus­stel­lung auf­mö­beln, die Sen­sa­tio­nen und Mil­lio­nen be­nö­tig­te, um als ech­ter Tou­ris­ten-An­zie­hungs­punkt zu funk­tio­nie­ren. So weit wird es in Re­den wohl nie kom­men, aber vi­el­leicht wird Gond­wa­na doch über­le­ben – als „au­ßer­schu­li­scher Lern­ort“. Nur weil der als „Heu­schre­cke“ver­schriee­ne Kuhl se­ni­or die­se Idee ver­folg­te, muss sie nicht falsch sein. Die The­men Um­welt, Na­tur­schutz, Hei­mat­kun­de pas­sen fa­bel­haft zum Nah­er­ho­lungs­ort Re­den. War­um kei­ne Ko­ope­ra­ti­on wa­gen? Die Lan­des­samm­lun­gen ver­stau­ben seit Jah­ren in Re­den, Gond­wa­na wä­re nicht die schlech­tes­te Hei­mat. Selbst­re­dend muss das Land bei neu­en ver­trag­li­chen Ab­ma­chun­gen mit Kuhl dar­auf ach­ten, dass nicht wie­der der Ver­dacht ver­steck­ter Sub­ven­tio­nie­rung auf­kommt. Das macht die Sa­che hei­kel, aber nicht un­mög­lich. Je­der ver­dient ei­ne zwei­te Chan­ce.

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