Al­ter Wald ist nicht er­setz­bar

Saarbruecker Zeitung - - Motor -

Die ge­nann­ten Aus­gleichs­maß­nah­men für die Wald­ro­dung sind doch nur Fas­sa­de. Wir le­sen, dass für die für Wind­kraft­an­la­gen ge­ro­de­ten Flä­chen ein Aus­gleich ge­schaf­fen wird. Pro Hekt­ar al­tem Baum­be­stand wer­den an an­de­rer Stel­le auf ei­nem Hekt­ar jun­ge Bäu­me an­ge­pflanzt. Dass die­se Jahr­zehn­te brau­chen wer­den, um die glei­che CO2-Men­ge zu Sau­er­stoff um­zu­wan­deln und der Na­tur zu­rück­ge­ben zu kön­nen, wie die ge­fäll­ten Bäu­me, wird da­bei aber nicht er­wähnt. Ver­ant­wort­li­che Po­li­ti­ker er­ach­ten die Aus­gleichs­maß­nah­me viel­mehr als gut und als aus­rei­chend. Aber: Ein Hekt­ar al­ten Wald zu ro­den und da­für ei­nen Hekt­ar Setz­lin­ge zu pflan­zen ist so, als wür­de ich ei­nen er­wach­se­nen Men­schen mit sei­nen voll­aus­ge­bil­de­ten kör­per­li­chen Funk­tio­nen, Kennt­nis­sen und Er­fah­run­gen durch ein Klein­kind er­set­zen.

Kor­ne­lia Dell, Be­ckin­gen-Düp­pen­wei­ler

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