Ro­dungs­flä­che ist viel grö­ßer

Saarbruecker Zeitung - - Motor -

Wo­her kom­men die­se Zah­len? Der Bau von 41 Wind­kraft­an­la­gen hat nach An­ga­be des Um­welt­mi­nis­te­ri­ums 21 Hekt­ar – al­so cir­ka 0,5 Hekt­ar pro Wind­kraft­an­la­ge – Wald „ver­braucht“. Wer ein­mal in Goog­le-Maps die­se Zah­len nach­voll­zieht, wird sehr schnell fest­stel­len, dass für ei­ne Wind­kraft­an­la­ge in der Re­gel ei­ne Flä­che von mehr als ei­nem Hekt­ar ge­ro­det wird. Hin­zu kom­men noch die Flä­chen für die neu ge­bau­ten oder auf dop­pel­te Brei­te aus­ge­bau­ten We­ge und für Strom­tras­sen. Al­so muss­ten für 41 Wind­kraft­an­la­gen weit grö­ße­re Flä­chen ge­ro­det wer­den, als an­ge­ge­ben wird. Aber nicht die­se Nar­ben in un­se­ren Wäl­dern sind al­lein schon aus­schlag­ge­bend für die Na­tur­zer­stö­rung. Je­de Wind­kraft­an­la­ge be­ein­flusst ein Um­feld im Um­kreis von

1000 Me­tern durch Lärm und ei­nen noch we­sent­lich grö­ße­ren Um­kreis durch Licht­blit­ze und Schat­ten­schlag. Es sind al­so weit mehr als 300 Hekt­ar und nicht, wie pro­pa­giert wird, nur 0,5 Hekt­ar, die ei­ne Wind­kraft­an­la­ge be­ein­flusst. Und 41 An­la­gen mal

300 Hekt­ar, al­so mehr als

12 000 Hekt­ar, sind doch we­sent­lich mehr als die an­ge­ge­be­nen, oh­ne­hin sehr nied­rig an­ge­setz­ten 21 Hekt­ar Ro­dungs­flä­che.

Al­bert Er­bel, Schmelz

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