Schulz-Hy­pe nicht nach­zu­voll­zie­hen

SPD-Kanz­ler­kan­di­dat I

Saarbruecker Zeitung - - Motor -

So lang­sam rächt sich, dass die „ewige“Mer­kel par­tout nicht von ih­rem Thron wei­chen will. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist sie nur auf­ge­fal­len durch Still­stand, häu­fi­ge Fehl­ent­schei­dun­gen, Be­ra­tungs­re­sis­tenz, Aus­sit­zen und ei­ne un­ter­ir­disch schlech­te Flücht­lings­po­li­tik. Das ist ein Re­gie­ren ge­gen den Sou­ve­rän, das der CDU nun auf die Fü­ße fällt. Den meis­ten Bür­gern geht es wohl wie mir, ich kann die­sem Po­li­tik­stil die­ser Frau nichts mehr ab­ge­win­nen. Ein neu­er Her­aus­for­de­rer aus der SPD be­tritt nun den po­li­ti­schen Ring. Schulz war mit­ver­ant­wort­lich für Agen­da 2010 und Hartz IV der da­ma­li­gen Schrö­der-Re­gie­rung. Durch die­se bür­ger­feind­li­chen Ent­schei­dun­gen der SPD hat man die ei­ge­ne Kli­en­tel ver­ra­ten und ver­kauft. Dann ging Schulz nach Brüs­sel, hat dort auch nichts Groß­ar­ti­ges ge­ris­sen und fiel nur durch ei­ne spe­zi­el­le Art der Spe­sen­ab­rech­nung auf. Der Mann hat­te auch über ein Jahr­zehnt Zeit, et­was Po­si­ti­ves zu be­we­gen. Ist nicht wirk­lich pas­siert, oder? Ob­wohl sich Schulz noch nicht ge­äu­ßert hat über un­se­re Rie­sen­pro­ble­me im Land, die da wä­ren: In­ne­re Si­cher­heit, Ren­ten, Nied­rig­lohn­sek­tor, Bil­dung und so wei­ter, wird er als der gro­ße Heils­brin­ger ge­han­delt. Ideen, Vor­schlä­ge, in­no­va­ti­ve An­mer­kun­gen, was er be­we­gen will, Fehl­an­zei­ge. Bis jetzt, Herr Schulz, ist das für mich nur po­pu­lis­ti­sches Ge­schwätz. Der Schulz-Hy­pe ist für mich ge­nau­so we­nig nach­zu­voll­zie­hen wie ei­ne vier­te Amts­zeit von Mer­kel. Bei un­se­rem po­li­ti­schen Per­so­nal an den Schalt­stel­len der Macht kann es mir als Bür­ger nur noch Angst und Ban­ge wer­den.

Hans-Joa­chim Luck, Heus­wei­ler

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