Schulz macht mich froh

SPD-Kanz­ler­kan­di­dat II

Saarbruecker Zeitung - - Motor -

Ob­wohl ich ei­gent­lich eher kon­ser­va­ti­ver Wäh­ler bin, bin ich über die ak­tu­el­len Um­fra­ge­wer­te der Schulz-SPD recht froh. Weil vie­le Haupt­sa­che-Mer­kel-we­gWäh­ler jetzt we­nigs­tens ei­ne Par­tei der Mit­te und nicht man­gels an­de­rer Al­ter­na­ti­ve am Rand wäh­len. Und vor al­lem ha­ben die Me­di­en jetzt end­lich ein an­de­res The­ma als die ab­so­lut ge­se­he­ne un­be­deu­ten­de, aber völ­lig ge­hyp­te AfD. Die Me­di­en ha­ben dank­bar je­des Stöck­chen auf­ge­nom­men, wel­ches ih­nen die AfD hin­ge­hal­ten hat, und sie da­durch erst so po­pu­lär ge­macht. Dank Schulz wer­den wir jetzt ver­mut­lich in den nächs­ten Mo­na­ten mehr über die Par­tei­en der Mit­te hö­ren und le­sen und da­durch hof­fent­lich we­ni­ger von der AfD. Und das ist die ei­gent­lich gu­te Nach­richt. Die AfD wird da­durch hof­fent­lich schnel­ler da­hin wan­dern, wo sie von An­fang an hin­ge­hört hat: in die Ver­sen­kung. Auch wenn ich per­sön­lich nach wie vor der Mei­nung bin, dass un­se­re Kanz­le­rin mit ih­rer nüch­ter­nen, prag­ma­ti­schen, na­tur­wis­sen­schaft­lich ge­schul­ten Vor­ge­hens­wei­se un­ser Land im Ver­gleich zu an­de­ren Län­dern sehr gut durch die bis­he­ri­gen Kri­sen durch­ge­führt hat.

Micha­el Qu­eitsch, Wad­gas­sen

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