So si­chern Rei­sen­de ih­ren Pau­schal­ur­laub ab

Saarbruecker Zeitung - - Reise -

POTSDAM (dpa) Wer ei­nen Pau­schal­ur­laub bucht, be­kommt ein un­schein­ba­res, aber ziem­lich wich­ti­ges Do­ku­ment aus­ge­hän­digt: den Rei­se­si­che­rungs­schein. Tech­nisch ge­se­hen han­delt es sich da­bei um ei­ne Ver­si­che­rung. Doch wo­vor ge­nau schützt sie?

„Bei Ab­schluss des Rei­se­ver­trags ei­ner Pau­schal­rei­se hat der Kun­de An­spruch auf In­sol­venz­ab­si­che­rung durch den Rei­se­ver­an­stal­ter“, er­klärt Tors­ten Schä­fer vom Deut­schen Rei­se­ver­band. Kon­kret be­deu­tet das: Der Ver­an­stal­ter muss Vor­sor­ge tref­fen für den Fall, dass er in­sol­vent wird. Das schrei­be das Ge­setz vor. Das Do­ku­ment ent­hält den Na­men des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens; der Kun­de er­hält es be­reits bei der An­zah­lung des Rei­se­prei­ses – egal in wel­cher Hö­he, wie Schä­fer be­tont. Bei ei­ner In­sol­venz des Ver­an­stal­ters er­stat­tet die Ver­si­che­rung dann den be­reits ge­zahl­ten Rei­se­preis des Kun­den zu­rück. Selbst wenn der Ur­lau­ber be­reits un­ter­wegs ist, muss der Ver­si­che­rer die Rück­rei­se or­ga­ni­sie­ren und auch zu­sätz­li­che Kos­ten vor Ort über­neh­men. Bei­spiels­wei­se für ein Ho­tel, wie Sa­bi­ne Fi­scher-Volk von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bran­den­burg er­klärt. Zwei­feln Rei­sen­de an der Se­rio­si­tät des Ver­an­stal­ters, soll­ten sie noch ein­mal beim Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men an­ru­fen und sich die Ab­si­che­rung be­stä­ti­gen las­sen.

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