EU-Kom­mi­si­ons­chef Juncker will kei­ne zwei­te Amts­zeit

Saarbruecker Zeitung - - Politik -

BRÜS­SEL (dpa) Je­an-Clau­de Juncker will nicht noch ein­mal EUKom­mis­si­ons­chef wer­den. „Ein schö­ner Wahl­kampf war das“, sag­te Juncker im Ge­spräch mit dem Deutsch­land­funk über die Zeit vor der letz­ten Eu­ro­pa­wahl im Jahr 2014. „Es wird aber kei­nen zwei­ten in der Form ge­ben, weil ich nicht noch ein­mal an­tre­ten wer­de.“Für den 62-jäh­ri­gen Lu­xem­bur­ger ist et­wa die Hälf­te sei­ner bis 2019 dau­ern­den Amts­zeit vor­bei.

Für die bald an­ste­hen­den Ver­hand­lun­gen mit Groß­bri­tan­ni­en über den EU-Aus­tritt hat Juncker ei­ne düs­te­re Pro­gno­se. „Die Bri­ten, die wer­den es schaf­fen, oh­ne gro­ße An­stren­gung die an­de­ren 27 Mit­glieds­staa­ten aus­ein­an­der­zu­di­vi­die­ren. Die an­de­ren 27 wis­sen das noch nicht, aber die Bri­ten wis­sen schon sehr ge­nau, wie sie das in An­griff neh­men kön­nen“, sag­te Juncker. „Man ver­spricht dem Land A die­ses und man ver­spricht dem Land B je­nes und man ver­spricht dem Land C et­was An­de­res und in der Sum­me ent­steht dar­aus kei­ne eu­ro­päi­sche Front.“Bis­her ha­ben die EU-Staa­ten Ver­spre­chun­gen an Lon­don ab­ge­lehnt. In­halt­lich will Brüs­sel erst mit Lon­don über die künf­ti­gen Be­zie­hun­gen ver­han­deln, wenn die bri­ti­sche Re­gie­rung ihr Aus­tritts­er­su­chen ein­ge­reicht hat. Die­ser Schritt wird für den März er­war­tet.

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