In­tri­gen in Zei­ten des Auf bruchs

TV-KRI­TIK

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

Der Di­ens­tag­abend bei

SAT.1 ist be­kannt für sei­ne Lie­bes­ko­mö­di­en. So­mit war es über­ra­schend, dass der Sen­der ge­ra­de am Va­len­tins­tag mit die­sem His­to­ri­en­film ein Kon­trast­pro­gramm auf­fuhr. Mit „Die Ra­che der Wan­der­hu­re“und „Das Ver­mächt­nis der Wan­der­hu­re“wur­den be­reits 2012 Best­sel­ler von Iny Lor­entz ad­ap­tiert. Die Er­geb­nis­se wa­ren für Fans der Bü­cher ent­täu­schend, in­so­fern sie ein erns­tes, an­spruchs­vol­les Werk er­war­te­ten. Dies galt auch für den neu­en Lor­entz-Strei­fen, der je­doch im Rah­men ei­nes SAT.1-For­mats ge­se­hen ei­ne weit­aus bes­se­re Un­ter­hal­tung bot, als das, was sonst auf die­sem Sen­de­platz läuft. Im Zen­trum stand Ve­va (Ru­by O. Fee), de­ren Fa­mi­lie Op­fer des Macht­kamp­fes zwi­schen der Ka­tho­li­schen Kir­che und den als Ket­zern be­zeich­ne­ten Re­for­ma­to­ren wur­de. Bei der Schil­de­rung von Ve­vas Ver­gel­tungs­schlag ge­lang es den Pro­du­zen­ten, mit ein­drucks­vol­lem Set und tol­len Ko­s­tü­men, das mit­tel­al­ter­li­che Zeit­ko­lo­rit ein­zu­fan­gen. Zu­dem be­geis­ter­ten dif­fe­ren­zier­te Ka­me­ra­ein­stel­lun­gen. Nichts für schwa­che Ner­ven wa­ren die Darstel­lun­gen der Grau­sam­kei­ten des 16. Jahr­hun­derts, was al­ler­dings durch die im Ne­ben­strang er­zähl­te Lie­bes­ge­schich­te aus­ba­lan­ciert wur­de. So­mit pass­te der Film letzt­lich doch zum Va­len­tins­tag.

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