Nur Stress macht dick, nicht die Scho­ko­la­de

GLOSSE

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKI - VON PIA ROLFS

Die Ge­schich­te der Scho­ko­la­de ist ei­ne Ge­schich­te vol­ler Miss­ver­ständ­nis­se. Glau­ben doch man­che et­wa, dass der Ver­zicht die­ser Köst­lich­keit schlank macht. Aber das ist na­tür­lich ein mas­si­ver Irr­tum.

Rich­tig ist viel­mehr, dass nur aus Frust und Stress ver­zehr­te Scho­ko­la­de sich in Bauch­röll­chen des Kon­su­men­ten nie­der­schlägt. Wer da­ge­gen ent­spannt oder krank zu Hau­se sitzt, der nimmt auch durch Sü­ßig­kei­tenVer­zehr nicht zu. Weil er die Scho­ko­la­de nur dann isst, wenn er dar­auf Lust hat (al­so im­mer). Und al­les weg­lässt, was dem Na­schen der Köst­lich­keit im Weg ste­hen könn­te (zum Bei­spiel die schnö­den Haupt­mahl­zei­ten).

Na gut, man­che wer­den jetzt gleich wie­der wet­tern: Das ist doch kei­ne aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung. Ja, das mag schon sein. Aber die­ser ne­ga­ti­ve Ge­dan­ke er­zeugt be­reits wie­der in­ne­re An­span­nung – und muss des­halb schnells­tens los­ge­las­sen wer­den. Denn Stress macht im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Ta­fel Scho­ko­la­de ein­fach zu dick.

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