Kei­ne Angst vor er­neu­tem Fehl­start

Der FC Hom­burg hat sei­ne ers­te Par­tie im neu­en Jahr ver­lo­ren – und hat nun rich­tig star­ke Geg­ner.

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - VON RALPH TINÉ

HOM­BURG Das Gu­te an ei­ner eng­li­schen Wo­che im Fuß­ball ist, dass man ein schlech­tes Spiel schnell mit ei­nem Bes­se­ren ver­ges­sen ma­chen kann. Dar­auf hofft der FC Hom­burg, der am Mitt­woch­abend zu­hau­se ge­gen Ein­tracht Tri­er ver­dient mit 1:2 un­ter­le­gen war. „Die Nie­der­la­ge wol­len wir am Sams­tag wie­der gut­ma­chen“, sagt In­nen­ver­tei­di­ger Kai Hee­rings vor dem Der­by bei der SV El­vers­berg um 14 Uhr.

Im Spiel ge­gen Tri­er war vor al­lem in der Of­fen­si­ve der GrünWei­ßen der Qua­li­täts­ver­lust auf­grund der vie­len ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fäl­le un­über­seh­bar. „Die ers­te Halb­zeit war in Ord­nung, in der zwei­ten Hälf­te war das ein­fach zu we­nig“, sagt Trai­ner Jens Kie­fer. Vor­stands­chef Her­bert Eder hat­te im ers­ten Spiel­ab­schnitt so­gar „ein gu­tes Spiel“ge­se­hen, für das sich die Hom­bur­ger aber „nicht be­lohnt“hät­ten. Auch Tor­wart Ni­k­las Ja­kusch sagt: „Wir ha­ben in der ers­ten Halb­zeit ver­nünf­tig ge­spielt.“

Be­zo­gen auf die ers­te Vier­tel­stun­de der Par­tie prä­sen­tier­te sich Hom­burg tat­säch­lich im Sti­le ei­ner Heim­mann­schaft, die zei­gen möch­te, wer Herr im ei­ge­nen Haus ist. Nach­dem Ran­dy Ed­wi­niBon­su zu­vor be­reits den Pfos­ten ge­trof­fen hat­te, ent­sprach das 1:0 durch ei­nen von Ti­mo Ce­cen ver­wan­del­ten Foul­elf­me­ter in der 14. Mi­nu­te dem Spiel­ver­lauf bis da­hin. Dass die Saar­pfäl­zer da­nach im­mer mehr ih­re Li­nie ver­lo­ren, lag auch dar­an, dass die ab­stiegs­ge­fähr­de­te Ein­tracht viel Lei­den­schaft an den Tag leg­te.

„Nach­dem Hom­burg sehr stark be­gon­nen hat­te, konn­ten wir uns nach dem ers­ten Drit­tel der ers­ten Halb­zeit be­frei­en. Die zwei­te Halb­zeit war dann von der Moral, der Ball­si­cher­heit und der Lauf­be­reit­schaft nicht mehr zu top­pen“, war Tri­ers Trai­ner Os­car Cor­ro­ch­a­no hoch­zu­frie­den, nach­dem Chris­tos Pa­pa­di­mi­triou (22. Mi­nu­te) und Patrick Li­en­hard (59.) das Er­geb­nis ge­dreht hat­ten.

„Dass wir über 90 Mi­nu­ten hin­weg nicht die Kon­stanz an den Tag le­gen, ist ein gro­ßes The­ma bei uns. Es gibt im­mer wie­der Pha­sen bei uns, wo wir von un­se­rer Marsch­rou­te abrü­cken. Da fehlt uns dann auch ein Spie­ler, der in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on das Heft in die Hand nimmt“, sagt Kie­fer. Der Trai­ner wehrt sich aber ge­gen die Be­haup­tung, dass sei­ne Mann­schaft we­ni­ger in­ves­tiert hät­te als Tri­er: „Es war mit Si­cher­heit nicht so, dass die mo­ti­vier­te­re Mann­schaft ge­won­nen hat.“

In El­vers­berg sol­len nun die Punk­te ge­holt wer­den, die ge­gen Tri­er ver­lo­ren gin­gen. Dass das ge­gen den sou­ve­rä­nen Ta­bel­len­füh­rer der Re­gio­nal­li­ga al­les an­de­re als leicht wer­den dürf­te, ist Kie­fer klar. „El­vers­berg ist die bes­te Mann­schaft der Li­ga. Man sieht, dass sie das gro­ße Ziel, den Auf­stieg, mit al­ler Macht er­rei­chen will. Aber auch als Au­ßen­sei­ter hat man Sieg­chan­cen“, sagt der Trai­ner. Der elft­plat­zier­te FCH hat zwar noch ein Spiel we­ni­ger als der Groß­teil der di­rek­ten Kon­kur­ren­ten. Das Pols­ter von fünf Punk­ten auf den ers­ten mög­li­chen Ab­stiegs­platz 14 ist al­ler­dings nicht kom­for­ta­bel. Und mit dem 1. FC Kai­sers­lau­tern II, der TSG Hof­fen­heim II und dem TSV St­ein­bach fol­gen auf das Der­by schon die nächs­ten schwe­ren Auf­ga­ben.

Sor­gen, dass es zu ei­nem ähn­li­chen Fehl­start wie zu Be­ginn der Run­de kom­men könn­te, hat Tor­hü­ter Ja­kusch nicht: „Um uns braucht man kei­ne Angst ha­ben.“Auch Vor­stands­chef Eder fährt hoff­nungs­voll nach El­vers­berg: „Wir ha­ben schon oft be­wie­sen, dass wir uns ge­gen spiel­star­ke Mann­schaf­ten stei­gern kön­nen.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.