Zu viel ist un­ge­wiss

KOMMENTAR

Saarbruecker Zeitung - - WITSCHAFT -

Ob­wohl noch vie­les im Dun­keln liegt, ei­nes ist in­zwi­schen deut­lich: Ge­ne­ral Mo­tors will die de­fi­zi­tä­re Toch­ter auf je­den Fall los­wer­den, und PSA Peu­geot Ci­tro­ën ist ernst­haft am Kauf in­ter­es­siert. Die Ver­hand­lun­gen sind wei­ter fort­ge­schrit­ten, als es zu­nächst schien.

Um­so drän­gen­der stel­len sich jetzt die Fra­gen nach der Zu­kunft des Un­ter­neh­mens Opel und der Ar­beits­plät­ze. Wer­den PSA und Opel ähn­lich selbst­stän­dig blei­ben wie die ver­schie­de­nen Mar­ken bei VW? Wie vie­le zen­tra­le Funk­tio­nen, zum Bei­spiel der Ein­kauf, wer­den aus Rüsselsheim ab­ge­zo­gen? Wird das Mo­to­ren­werk in Kai­sers­lau­tern noch ge­braucht? Und wie stel­len sich die Mar­ken auf, soll die Mar­ke Opel über­haupt über­le­ben? Bis­lang hat die PSA-Füh­rung noch nichts zur ge­mein­sa­men Stra­te­gie ver­lau­ten las­sen. Das kann si­cher­lich erst im De­tail pas­sie­ren, wenn der Kauf un­ter Dach und Fach ist. Doch gera­de wenn die Ver­hand­lun­gen sich hin­zie­hen soll­ten, ist es wich­tig, den Opel-Mit­ar­bei­tern nicht ei­ne Dau­er-Ve­r­un­si­che­rung zu­zu­mu­ten. Noch et­was ist in­zwi­schen klar: Auf IG Me­tall und Po­li­tik kom­men schwie­ri­ge Ver­hand­lun­gen zu.

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