Künst­ler Jan­nis Kou­n­el­lis ge­stor­ben

Saarbruecker Zeitung - - KULTUR -

ROM (dpa) Der griechische Künst­ler Jan­nis Kou­n­el­lis ist am Don­ners­tag in sei­ner Wahl­hei­mat Ita­li­en ge­stor­ben, er wur­de 80 Jah­re alt. Kou­n­el­lis war be­reits in den 50er Jah­ren nach Ita­li­en ge­zo­gen und galt als ei­ner der wich­tigs­ten Künst­ler der „Ar­te po­ve­ra“.

Der Ma­ler und Ob­jekt­künst­ler, der mit Jo­seph Beuys be­freun­det war, ist für sei­ne mo­nu­men­ta­len In­stal­la­tio­nen be­kannt. Aus „ar­men Ma­te­ria­li­en“hat­te Kou­n­el­lis pro­vo­kan­te Wer­ke ge­schaf­fen und sich vom je­wei­li­gen Aus­stel­lungs­ort in­spi­rie­ren las­sen. Auf­se­hen er­reg­te er et­wa in den 60er Jah­ren mit ei­ner Ak­ti­on in Rom, für die er zwölf Pfer­de in ei­ner Ga­le­rie an­band. In ge­wis­ser Wei­se be­trieb Kou­n­el­lis ei­ne mo­der­ne Form des Re­cy­clings, in­dem er be­reits be­nutz­te Ma­te­ria­li­en für neue Kunst wie­der­ver­wen­de­te. Im Mu­se­um Kur­haus Kle­ve be­fes­tig­te er 2011 beim Auf­bau ei­ner Werk­grup­pe kur­zer­hand sei­ne schwar­zen Schu­he auf ei­ner der Teer­lein­wän­de – und muss­te sich neue kau­fen.

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