Kran­ken­kas­se trägt oft die Kos­ten für ei­ne Zweit­mei­nung

Saarbruecker Zeitung - - MEHWERT -

DÜS­SEL­DORF (dpa) Pa­ti­en­ten ha­ben ei­nen An­spruch auf ei­ne ärzt­li­che Zweit­mei­nung. In be­stimm­ten Fäl­len sind die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen so­gar ver­pflich­tet, die Kos­ten da­für zu über­neh­men. Das ist et­wa vor Ope­ra­tio­nen der Fall so­wie bei Ein­grif­fen, die aus wirt­schaft­li­chen Grün­den häu­fi­ger durch­ge­führt wer­den als me­di­zi­nisch un­be­dingt nö­tig, in­for­miert die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len.

Auch in an­de­ren Fäl­len soll­ten sich Ver­si­cher­te, ehe sie die Zweit­mei­nung ein­ho­len, bei ih­rer Kran­ken­kas­se er­kun­di­gen, ob sie die Kos­ten über­nimmt. Ei­ni­ge Kran­ken­kas­sen tä­ten dies, so die Ver­brau­cher­schüt­zer. Teils bie­ten die Kas­sen ei­ge­ne Zweit­mei­nungs­ver­fah­ren an. Sie ver­mit­teln den Ver­si­cher­ten dann Spe­zia­lis­ten in dem be­nö­tig­ten Be­reich.

Be­vor Ver­si­cher­te ei­nen wei­te­ren Spe­zia­lis­ten auf­su­chen, soll­ten sie beim be­han­del­ten Arzt ih­re Pa­ti­en­ten­ak­te so­wie Be­fun­de ein­for­dern. Der Arzt darf nur die Kos­ten für Ko­pi­en be­rech­nen. Dank der Ak­te kön­nen Ver­si­cher­te die Kos­ten für dop­pelt durch­ge­führ­te Un­ter­su­chun­gen ein­spa­ren.

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