Opel und sein Ka­pi­tän

AU­TO­IN­DUS­TRIE

Saarbruecker Zeitung - - ERSTE SEITE -

Das wa­ren noch Zei­ten: Stolz zei­gen sich Som­mer­gäs­te in den 50ern am See­ufer mit ei­nem wei­ßen Opel Ka­pi­tän. Längst ist der My­thos des Rüs­sels­hei­mer Au­to­bau­ers – heu­te ei­ne Toch­ter des US-Kon­zerns Ge­ne­ral Mo­tors (GM) – ver­blasst. Seit be­kannt ist, dass der fran­zö­si­sche Au­to­bau­er PSA Peu­geot-Ci­tro­ën Opel wo­mög­lich über­neh­men will, geht dort die Angst vor Job-Ab­bau um. Ges­tern nun soll PSA Ga­ran­ti­en für Ar­beits­plät­ze ge­ge­ben ha­ben.

Im Opel-Werk Kai­ser­lau­tern nah­men im Ju­ni 1966 rund 2400 Mit­ar­bei­ter die Pro­duk­ti­on auf. Dort wur­den zu­nächst Chas­sis-Kom­po­nen­ten für Opel-Mo­del­le her­ge­stellt. Heu­te wer­den hier Alu­mi­ni­um­hau­ben, Vor­der­rah­men, Vor­der­rad­trä­ger und Hin­ter­ach­sen pro­du­ziert. Der Stand­ort ist das Zen­trum der Kom­po­nen­ten­pro­du­ti­on im eu­ro­päi­schen Opel/Vaux­hall-Pro­duk­ti­ons­ver­band. Au­ßer­dem wird der 2.0 L Die­sel­mo­tor ge­baut und Mo­to­ren und Zy­lin­der­köp­fe auf­be­rei­tet. Das Werk, das ei­ne Schlüs­sel­rol­le in­ner­halb des Fer­ti­gungs­ver­bun­des von Ge­ne­ral Mo­tors spiel­te, ist mit rund 3000 Be­schäf­tig­ten ei­ner der gro­ßen Ar­beit­ge­ber der West­pfalz.

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